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Igel liefert erstes Bürgermeister-Wahlprogramm

Wir-Gefühl in Ludwigsfelde Igel liefert erstes Bürgermeister-Wahlprogramm

Nach dem plötzlichen Tod von Frank Gerhard in Ludwigsfelde, hat die Stadt eine Bürgermeisterwahl vor sich. Als erster Bewerber hat nun Andreas Igel (SPD) sein Wahlprogramm vorgestellt. Er möchte ganz nah an den Bürgern dran sein und setzt aufs Wir-Gefühl.

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SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Igel

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Der SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Igel stellte gestern in Ludwigsfelde sein Wahlprogramm vor. In der Autobauerstadt wird am 20. September der Nachfolger des Ende März verstorbenen Bürgermeisters Frank Gerhard (SPD) gewählt.

IT-Manager Igel arbeitet im Mercedes-Werk Ludwigsfelde und ist Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Er war der erste, der seine Kandidatur bekannt gab, gegenwärtig gibt es drei Anwärter auf die Rathausspitze, bis zum 16. Juli sind Bewerbungen möglich.

Der dreifache Familienvater sieht das Wir-Gefühl, das er den Ludwigsfeldern bescheinigt, als „unheimliches Potenzial, das ich unbedingt weiter pflegen möchte“. Zu dieser Form der Bürgerbeteiligung gehören für ihn die Bürgerforen, die nach mehreren Jahren jetzt zum Bau eines Zentrums für die 24 000-Einwohner-Stadt führen. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir zum 50. Stadtgeburtstag auf der einen Seite den Aktivpark einweihen und auf der anderen Seite gleich den ersten Spatenstich hätten setzen können“, sagt er.

Doch das sind für ihn Termine, „auf die man nicht immer Einfluss hat“; wichtiger seien ihm Inhalte. Zu denen gehörten in Sachen Bildung mehrere Dinge, auch wenn die Stadt keinen direkten Bildungsauftrag habe. „Der Stadtteil Ludwigsdorf, der modulweise wachsen muss, braucht Kitas.“ Im Wohngebiet Preußenpark sei „das Thema Schulkinder heute ein anderes als noch vor ein paar Jahren“, so Igel. Schülern fehle es an Medienkompetenz. Und er denke an Mittagsversorgung, „das ist wirklich nur Versorgung. Dazu gehört aber wie in der Familie das Essen in Gemeinschaft.“ Wie jetzt könne das nicht bleiben, „da muss man als Bürgermeister auch mal in die Schule gehen und sich mit an den Tisch setzen“, um so was zu ändern. Gern würde Igel in der Stadt „einen Jugendbeirat nach dem Vorbild Seniorenbeirat etablieren“; ein Jugendparlament sei ein zu großer Anspruch, „Jugendliche übernehmen Verantwortung kurz bevor sie weggehen“. Er will das Vereinsdomizil City-Treff „erhalten, aber anders“, stellt sich „eine Markthalle mit noch mehr regionalen Produkten“ vor, will „das wunderbare Klubhaus beleben“, sieht die Ortsteile, „in die wir so viel investiert haben, als unheimliches Potenzial“, wobei die Kernstadt für ihn zwölfter Ortsteil ist. Wirtschaftlich ist der SPD-Genosse „kein Freund von großen Logistikflächen. Wir brauchen keine Kistenschieber, wir brauchen Fertigungsindustrie mit Wertschöpfung.“ Und er sagt: „Wenn wir schon die Leiden des Flughafens ertragen müssen, dann wollen wir von den Vorteilen auch was haben.“ Da sind für ihn Schallschutz-Probleme ebenso Chefsache wie das Asylbewerberheim, die Zusammenarbeit mit den Nachbarn Trebbin, Großbeeren und Teltow oder die Verkehrsanbindungen inklusive Radwege zwischen den Ortsteilen.

Von Jutta Abromeit

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