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Illegaler Müllhaufen beseitigt

Jüterbog Illegaler Müllhaufen beseitigt

Jahrelang ärgerte sich Ursula Henschel über böse Zeitgenossen, die sich gleich hinter ihrem Haus regelmäßig ausmüllen. Nun hat das Ordnungsamt, an das sie sich wandte, erstmal für Abhilfe geschaffen.

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Ursula Henschel und ihr Nachbar Günter Sonnenfeld sind erbost über Leute, die sich hier ausmüllen. Inzwischen ist der Müll weg.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Der Dreck ist weg. Prompt reagiert auf einen Bürgerhinweis hat man im Jüterboger Ordnungsamt. Seit Jahren ärgert sich Ursula Henschel über Zeitgenossen, die in den schmalen Lücken zwischen ihrer und den Garagen ihrer Nachbarn in der Schloßstraße regelmäßig ihren Abfall hinterlassen. Nicht nur defekte Fahrzeugteile, sondern Hausmüll jeder Art bis hin zu Tüten mit stinkenden Einwegwindeln wuchsen mit der Zeit zu einem ansehnlichen aber unappetitlichen Müllberg heran.

Wie von Geisterhand verschwunden

Die Hoffnung, dass sich die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümer der Fläche um die Sache kümmert und den möglicherweise sogar schadstoffbelasteten Schandfleck beseitigt, erfüllte sich nicht. Hilfesuchend wandte sich Ursula Henschel Anfang Mai an das Ordnungsamt, wo man der Seniorin versprach, sich der Sache anzunehmen.

Wenige Wochen später war der Müll tatsächlich, wie von Geisterhand, verschwunden. „Ich bin hoch erfreut und hoffe, dass dieser Zustand lange anhält“, sagt Henschel. Als Hinweis darauf, dass die Baulücke kein Müllcontainer ist, hat sie mit zwei über Kreuz aufgestellten Holzstielen den Weg versperrt.

Tätersuche mit kriminalistischem Gespür

„Geister waren es natürlich nicht, die dort wieder für Ordnung gesorgt haben, sondern die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die von uns den Auftrag bekommen haben“, sagt Gabriela Kaiser, die im Rathaus als Sachgebietsleiterin Allgemeine Ordnungswidrigkeiten nicht nur für die Verkehrsüberwachung, sondern auch für die Sauberkeit und Ordnung in der Stadt und ihren Ortsteilen zuständig ist. Der konkrete Fall aus der Schlossstraße war ihr bis zum Besuch von Ursula Henschel allerdings nicht bekannt.

„Auch wenn unsere Mitarbeiter und die Politessen viel in der Stadt unterwegs sind und auf solche Dinge achten, können sie nicht alles entdecken. Bürgerhinweise sind für uns deshalb besonders wichtig“, sagt Kaiser. Wenn das Ordnungsamt dann auf den Plan tritt, beschränkt es sich aber nicht nur auf die Beseitigung des Missstandes. Die Suche nach dem Verursacher nimmt dabei fast kriminalistische Züge an. Jede illegale Müllentsorgung wird untersucht, ob sich Hinweise auf den Besitzer finden lassen. „Mal sind es Adressaufkleber auf Briefen, mal das Deckblatt eines Schulheftes, die uns den entscheidenden Hinweis geben“, erzählt Kaiser.

Zu den Kosten kommt das Bußgeld

Im vergangenen Jahr registrierte das Ordnungsamt 71 Fälle dieser Art. „Zu 80 Prozent können wir die Halter der illegal entsorgten Autos und die Verursacher anderer, illegaler Müllentsorgungen ausfindig machen“, so Kaiser: „Zusätzlich zur Übernahme der Kosten kommt dann nach ein Bußgeld.“

Kann, wie im jüngsten Fall, der Verursacher nicht ermittelt werde, treten die Bauhofmitarbeiter in Aktion, die den Müll abholen und nach Abfallarten trennen. Zwischen 50 und 100 Euro pro Einsatz betrügen dabei die Personal- und Spritkosten. sagt Kaiser. Dazu kämen die Kosten für die ordnungsgemäße Entsorgung. „Zum Glück war in der Schlossstraße kein Sondermüll dabei, sonst wäre es noch teurer geworden“, so Kaiser.

Von Uwe Klemens

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