Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Illuminationen nach historischem Vorbild

Museumsdorf Glashütte Illuminationen nach historischem Vorbild

Anlässlich der Gründung der Glashütte vor 300 Jahren fand erstmals ein Lichterfest statt: Vor den Hauseingängen, vor den Geschäften der Gewerbetreibenden hingen bunte Illuminationslämpchen, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert in den Preußischen Schlössern bei Hoffesten benutzt wurden. Beim Lichterfest waren besondere Exemplare zu sehen.

Voriger Artikel
Polizei sucht weiter nach vermisstem Heinz R.
Nächster Artikel
Jüterboger Norden weiter ohne Supermarkt

Hüttenschmied Peter Paul Steinfurt in seinem Vorgarten.

Quelle: Foto: Gudrun Ott

Glashütte. Mehr als 30 Besucher versammelten sich am Karsamstag zum Lichterfest im Museumsdorf Baruther Glashütte. Durch das Dorf wurden sie von Museumsleiter Georg Goes geführt, Initiator des Lichterfestes. Vom Packschuppen über den ehemaligen Hüttenbahnhof zu den Arbeiterhäusern mit ihren Fledermausgaupen bis hin zur alten Forstscheune gab es viel Wissenswertes zu hören und zu sehen.

Bunte Illuminationslämpchen wie im 18. Jahrhundert

Die Hütte, im März 1716 von Glasmachermeister Bernsdorf aus Lieberose im Auftrag des Grafen Friedrich Sigismund zu Solms-Baruth errichtet, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer international renommierten Glashütte. Das Museumsdorf, das sich 1991 gründete, hat zum Motto: „Kunst und Handwerk im Urstromtal“. Und daran knüpfte auch das Lichterfest an. Vor den Hauseingängen, vor den Geschäften der Gewerbetreibenden hingen bunte Illuminationslämpchen, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert im Park von Sanssouci und in den Preußischen Schlössern bei Hoffesten benutzt wurden. Die Nachbildungen dieser besonderen Lämpchen wurden nach historischem Vorbild von den Glasmacherinnen Belinda Hasler und Stephanie Schulz hergestellt. In eigens angefertigten Metallformen hatten sie 300 Stück produziert. 150 dieser Lämpchen sah man im Museumsdorf verteilt, viel zu wenige, um in der beginnenden Dunkelheit lockende Lichtpunkte zu setzen. Hüttenschmied Peter Paul Steinfurt sorgte in seinem Vorgarten für zusätzliche Lichter.

Fest bis in die Abendstunden blieb aus

Detlef Schinkel aus Jüterbog lobte die kostenlose Führung durchs historische Dorf. Doch das angekündigte Fest bis in die Abendstunden blieb aus, mit Beginn der Führung um 18 Uhr war der Museumsshop bereits geschlossen, gut eine Stunde später schlossen die Läden. Die letzten Besucher gingen nach Hause, nachdem sie im Biergarten Reuner auf 300 Jahre Museumsdorf angestoßen und am Lagerfeuer ihre Bratwurst verdrückt hatten.

Von Gudrun Ott

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg