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Im Ehrenamt für Hilfebedürftige

Aktionswoche in Teltow-Fläming Im Ehrenamt für Hilfebedürftige

Durch Krankheit, eine Behinderung oder hohes Alter können manche Menschen ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr allein regeln. Ihnen stehen im Landkreis mehr als 1200 ehrenamtliche Betreuer zur Seite. Zum Thema läuft jetzt eine Aktionswoche.

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Ausgezeichnete ehrenamtliche Betreuer und die Chefs der Betreuungsvereine im Landkreis Teltow-Fläming auf der Bühne.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Im Landkreis Teltow-Fläming unterstützen derzeit mehr als 1200 ehrenamtliche Betreuer und weitere zahlreiche Vorsorgebevollmächtigte hilfebedürftige Menschen, die aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder ihres hohen Alters selbst nicht mehr in der Lage sind, ihre persönlichen Angelegenheiten zu erledigen. Für sie und weitere interessierte Bürger hat die „Arbeitsgemeinschaft der im Landkreis Teltow-Fläming tätigen Betreuungsvereine“ in Zusammenarbeit mit der Betreuungsbehörde des Landkreises erstmals eine Aktionswoche ins Leben gerufen.

Auftakt war am Montagabend im Luckenwalder Biotechnologiepark mit 150 Teilnehmern. Unter dem Motto „Ehrenamtliche Betreuung und Vorsorgevollmacht – wichtige Säulen der Selbstbestimmung“ finden in dieser Woche bis zum 13. November Veranstaltungen an mehreren Orten statt, die informieren und dem Erfahrungsaustausch dienen sollen.

Waltraud Kahmann, Sozialamtsleiterin im Landkreis, würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen. Sie verwies auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Risiken. „Die Zahl der über 65-Jährigen im Landkreis wird im Vergleich zum Jahr 2005 bis 2020 um 30 Prozent steigen“, sagte sie. In Brandenburg werde sich die Zahl der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Das Risiko, im Alter hilfebedürftig zu werden, steige von 2005 bis 2020 voraussichtlich um 70 Prozent, so Waltraud Kahmann. „Doch auch jüngere Menschen kann es treffen, durch Krankheit oder Unfall, jeder kann unverhofft in diese Situation geraten“, sagte sie.

Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine

Erstmals und einmalig im Land Brandenburg haben sich in Teltow-Fläming vier aktive, voneinander unabhängige Betreuungsvereine am 21. Januar 2015 zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Zur Arbeitsgemeinschaft gehören der Betreuungsverein Luckenwalde (Geschäftsführerin Reneé Perrot), der Freie Betreuungsverein Teltow-Fläming mit Sitz in Zossen (Joachim Kay), der Betreuungsverein Fläming mit Sitz in Jüterbog (Andreas Herrmann) und der ASB-Betreuungsverein Luckau (Katia Trepsdorf).

Ziel
der AG ist es, Fachkompetenz und Erfahrung zu bündeln, um weitere ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen, zu unterstützen und weiterzubilden. Derzeit laufen im Landkreis 2600 Betreuungsverfahren, die meisten über ehrenamtliche Betreuer.

Kreistagsabgeordneter Falk Kubitza (SPD) erinnerte an den 9. November als denkwürdiges Datum und Symbol des Mauerfalls. „Damals sind Menschen zueinander gekommen und heute ist es hier genauso“, sagte er, „vier Betreuungsverein haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht.“ Ganz uneigennützig hatte er die zeitgleiche Kreistagssitzung nicht geschwänzt: „Ich bin auch gekommen, um persönlich heute etwas von Ihnen zu lernen“, so Kubitza.

In einem erfrischenden Kulturprogramm zeigten Behinderte der Awo-Wohnstätte Niedergörsdorf, wozu Menschen mit Handicap fähig sind. Danach referierte Arnd T. May vom Ethikzentrum Recklinghausen über Selbstbestimmung in Gesundheitsangelegenheiten. „Eltern, Kinder und Verwandte müssen erkennen, dass sie ohne Regelung nicht automatisch für ihre Angehörigen entscheiden dürfen“, sagte er und erläuterte verschiedene Prozedere. Wie Betreuungsvereine, Amtsgericht, die Betreuungsbehörde des Kreises und ehrenamtliche Betreuer vor Ort arbeiten, zeigte ein 24-Minuten-Film von Sven Peter. Zum Abschluss wurden verdiente ehrenamtliche Betreuer geehrt: Gudrun Wegewitz, Marianne Porzig, Karin Sprenger, Falko Kappert, Karin Mayer-Boese, Doreen Behnke, Ingrid Hedwig, Bettina Schwarz, Sabine Götz, Hans Grage , Britt Vogelsang und Heike Wolf.

Von Elinor Wenke

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