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Schönefeld Im Flugmodus

Die „Hurricane Factory“, die im Juli in Schönefeld ihren Betrieb aufgenommen hat, gehört zu den größten Windtunneln der Welt. Die MAZ ermöglichte zehn Lesern einen Freiflug.

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Luft von unten: der Windkanal.

Quelle: Oliver Fischer

Schönefeld. Ralf Heine brauchte nicht viele Worte, um das Außergewöhnliche der neuen „Hurricane Factory“ zu umreißen. Eigentlich reichen dem Geschäftsführer der Sport- und Freizeitanlage dafür sogar ein paar Zahlen.

Elf Millionen Euro zum Beispiel. Soviel hat der rostbraune Bau gekostet, den man schon von der B96 aus sehen kann. Sechs Ventilatoren mit einer Gesamtleistung von etwa 3000 PS – das ist das Herz der Anlage, Maschinen also, die ein Auto umpusten könnten. Und dann der gläserner Flugzylinder im Zentrum des Gebäudes: 15 Meter hoch und 5,20 Meter im Durchmesser. „Einen größeren gibt es nicht auf der Welt“, sagte Ralf Heine.

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Zehn MAZ-Leser wagten sich in den neuen Windkanal der Hurricane Factory in Schönefeld. Das sind die Bilder.

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Der Windtunnel der Schönefelder „Hurricane Factory“ ist deshalb ein Paradies für jeden Bodyflyer, also jeden, der vom Fliegen ohne Hilfsmittel träumt. Erst seit Mitte Juli ist die Anlage in Betrieb, aber schon jetzt wird sie von Neugierigen, Firmen oder Fallschirmspringern förmlich überrannt. Der MAZ ging es genauso, als sie ihren Lesern die Gelegenheit gab, sich für einen dreiminütigen Freiflug zu bewerben – der für zahlende Gäste immerhin zwischen 79 und 99 Euro kostet.

Viele Bewerbungen gingen dafür ein, die zehn glücklichen Gewinner wurden am Dienstagnachmittag von Geschäftsführer Heine erst durchs Haus geführt und anschließend an Marc Wegner übergeben.

Der Instructor weist Besucher ein

Wegner ist erfahrener Fallschirmspringer und arbeitet als einer von 15 Festangestellten als sogenannter Instructor bei der „Hurricane Factory“. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Besucher einzuweisen, sie im Tunnel zu unterstützen, sie abzusichern – und wenn es hoch hinaus geht, fliegt er auch mit.

Erst einmal verteilte er aber die Overalls, den Gerhörschutz, die Schutzbrillen und die schwarzen Helme. „Ringe und Ketten ablegen, die Schuhe fest zubinden“, sagte er. Dann führte er die Gruppe in den Vorbereitungsraum und erklärt die Grundregeln. Erste Regel: Immer lächeln. Weil es dann leichter fällt, sich zu entspannen. Zweite Regel: Im Windkanal sofort die Grundhaltung einnehmen, eine Art Hohlkreuz. Der Bauch zeigt nach unten, Kopf und Füße nach oben. Dritte Regel: Nicht bewegen. „Wer sich bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h unkontrolliert bewegt, fliegt schnell mal weg“, so Wegner. „Und wenn es dann zum Abschluss 15 Meter hoch in die Luft geht, können Sie auch gern schreien.“

Durchmischte Gruppe

Die Gruppe der MAZ-Leser war gut durchmischt. Zu ihnen gehörte unter anderem Hennry Stock, ein 68 Jahre alter Königs Wusterhausener, der gern taucht und außerdem Bundesliga-Vorstand der Königs Wusterhausener Netzhoppers ist. Außerdem die 50 Jahre alte Ludwigsfelderin Tanja Keifler, die im vorigen Jahr ihren ersten Fallschirmsprung absolviert hat. Oder Ivonne Lojek aus Schönefeld, der wegen ihrer Höhenangst anfangs etwas mulmig war. Die Nervosität legte sich aber bei allen spätestens, als den MAZ-Lesern der Wind um den Overall blies.

Die drei Minuten wurden aufgeteilt, jeder durfte deshalb zweimal in den Kanal. Als erster war Marcel Emmermacher ran, der sicher durch den Wind glitt, als hätte er bereits mehrere Fallschirmsprünge hinter sich. Es folgten andere, die sich zum Teil etwas schwerer taten – aber trotzdem ihren Spaß hatten.

In der zweiten Runde ging es dann aber für alle im Tandem-Flug auf 15 Meter Höhe bis fast unter die Decke – Schreien bei manchen tatsächlich inklusive. „Das war krass“, sagte Marcel Emmermeier hinterher. „Eine tolle Erfahrung“, befand Tanja Keifler und auch Ivonne Lojek war trotz der Höhe begeistert. „Das war ein Erlebnis, wie ich es so noch nie hatte – ich überlege sogar, ob das nicht mal etwas für unseren Sportverein wäre“, sagte Hennry Stock, bevor er sich nach insgesamt zwei Stunden in der „Hurricane Factory“ auf den Heimweg machte.

Von Oliver Fischer

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