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Im Kanu von Märtensmühle nach Potsdam

Paddel-Abenteuer auf der Nuthe Im Kanu von Märtensmühle nach Potsdam

Wer die heißen Tage auf dem Wasser genießen will, kann neuerdings mit einem Miet-Kanu auf der Nuthe von Märtensmühle nach Potsdam paddeln. Am Angelteich in Märtensmühle werden die Boote vermietet.

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Angelteich-Inhaber Lutz Rohne vermietet Kanus zum Paddeln auf der Nuthe.

Quelle: Elinor Wenke

Märtensmühle. Die Hitzetage locken ans Wasser. Wer aber nicht nur im kühlen Nass lümmeln, sondern sich bewegen will, kann mit dem Kanu auf der Nuthe paddeln. Aus der Froschperspektive und mit ein wenig Muskelkraft lässt sich dabei die idyllische Landschaft im Naturpark Nuthe-Nieplitz genießen. Am Angelteich in Märtensmühle können Paddelboote ausgeliehen werden – ein einzigartiges Angebot in der Region. Zehn Meter vom Angelteich entfernt liegt ein kleiner Bootssteg direkt an der Nuthe. Von dort aus geht es stromabwärts in Richtung Potsdam, wo die Nuthe in die Havel mündet. „Zwar ist das Flüsschen zurzeit ein bisschen zugewachsen, aber ansonsten kann man problemlos mit der Strömung lospaddeln“, sagt Lutz Rohne. Er betreibt mit seinem Kompagnon Wolfgang Ziege das Angelgeschäft in Luckenwalde und den dazugehörigen Angelteich in Märtensmühle.

Wer es langsam angehen will, kann zunächst rund sechs Kilometer bis Trebbin schippern. Aber auch die 45-Kilometer-Tour bis nach Potsdam kann man an einem Tag bewältigen versichert Rohne. Wolfgang Ziege hatte die Distanz mit seiner Tochter zurückgelegt und dafür rund acht Stunden gebraucht. „Wir hatten auch schon Paddler, die waren mit dem Boot mehrere Tage unterwegs und haben zwischendurch gezeltet“, sagt Rohne. Er empfiehlt, an den Wehren, die sowieso zum Ausstieg aus dem Wasser zwingen, eine Rast einzulegen und beispielsweise bei einem Picknick die Natur auch oberhalb der hohen Uferböschung zu genießen.

Ute Wrstala vom Tourismusverband Fläming begrüßt die Initiative der Märtensmühler. „Ich fahre oft über die Nuthe und wir freuen uns über jedes Angebot, das Gäste in die Region lockt und ihnen den Aufenthalt angenehm macht“, sagt sie.

Wer nach der Bootstour immer noch Lust auf Wasser hat, kann den Kurzurlaub mit einem Angeltag verbinden. Täglich 20 bis 30 Petrijünger besuchen an guten Tagen für einen kleinen Obolus den Angelteich in Märtensmühle. Anmelden muss man sich dafür nicht.

Lutz Rohne und Wolfgang Ziege haben den 5000 Quadratmeter großen Teich 1996 gekauft und betreiben ihn seitdem privat. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Mahlbusen. „Das ist eine Art Wasserrückhaltebecken, das zu DDR-Zeiten zu Meliorationszwecken angelegt wurde“, erklärt der 63-Jährige, der auch Vorsitzender der Ortsgruppe Luckenwalde im Anglerverein ist. Wasser aus einem Graben fließt hinein und dann auch wieder ab.

Hintergrund

Von März bis Ende Oktober können am Angelteich in Märtensmühle Zweisitzer-Kanus ausgeliehen werden. Der Angelteich ist täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Erforderlich ist eine Anmeldung im Luckenwalder Angelgeschäft in der Schützenstraße 52, 01 62/6 69 45 45. Ansprechpartner sind Lutz Rohne oder Wolfgang Ziege.

Die Boote können pro Stunde oder tageweise gemietet werden.

Nach vorheriger Vereinbarung werden die Paddler nach der Tour abgeholt und zurückgebracht. Dafür ist ein kleiner Aufpreis zu zahlen.

Wer am Ausgangspunkt Märtensmühle im Boot wieder ankommen will, kann zunächst stromaufwärts rund fünf Kilometer nach Woltersdorf und dann zurückpaddeln.

Entlang der Nuthe sind mehrere Wehre zu überwinden. Um diese muss das etwa 30 Kilogramm schwere Kanu herumgetragen werden.

An den Haken bekommt man wahlweise Lachs- und Regenbogenforellen, Karpfen, Störe oder Saiblinge, die vorher extra eingesetzt wurden. Jede Woche holt Rohne rund 200 Kilo frische Fische vom Forellenhof in Unterhammer und kippt sie in den Teich. Frank Hennig aus Markendorf gehörte gestern zu den Besuchern. „Ich bin nicht der Angel-Freak, tue aber meinem Sohn Richard gern den Gefallen“, sagte er. „Gerade jetzt in den Ferien kommen viele Väter mit ihren Kindern“, weiß Rohne.

Von Elinor Wenke

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