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Im Schatten der Rotoren

Windpark Illmersdorf/Rietdorf geplant Im Schatten der Rotoren

Für den geplanten Windpark Illmersdorf/Rietdorf wurde den Gemeindevertretern von Ihlow der Planentwurf vorgestellt. Es sind nun deutlich weniger Windräder vorgesehen. Die Bürgerinitiative „Gegenwind“ fordert eine rasche Auslegung, um die Bürger über das Vorhaben zu informieren. Es trifft bisher auf breite Ablehnung.

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Hans-Georg Nerlich (l.) überzeugte sich im Sommer auf einer Baustelle in Wahlsdorf von der Dimension der Windräder im Wald.

Quelle: Andreas Staindl

Illmersdorf. Die Anzahl der Windkraftanlagen (WKA) im „Windpark Illmersdorf/Rietdorf“ wurde reduziert. Statt der ursprünglich geplanten 34 Standorte sind im ersten Entwurf des Bebauungsplans des Windparks nur noch 20 Standorte ausgewiesen. Darüber informierte der zuständige Planer Rainer Dubiel die Gemeindevertreter von Ihlow am Montagabend bei ihrer Sitzung in Illmersdorf.

Ein Grund sei ihm zufolge, dass Freiraum für Radaranlagen und ähnliche Anlagen benötigt werde. Der geplante Windpark soll in Nachbarschaft mit dem bestehenden Windpark bei Hohenseefeld entstehen. Auch Gebersdorf und Rietdorf sind betroffen.

Die Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind“ will die Windkraftanlagen verhindern. Ihr Vertreter Hans-Georg Nerlich deshalb Rederecht während der Gemeindevertretersitzung in Illmersdorf beantragt. Das Gremium gestand ihm 60 Sekunden zu. Er bat, dem Entwurf und der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans zuzustimmen: „Nur so hat die Öffentlichkeit die Chance, die Unterlagen einzusehen, den Plan und die Auswirkungen zu bewerten.“ Die Gemeindevertreter votierten für die Plan-Auslegung.

Nerlich zufolge werde gerade Gebersdorf vom Schattenwurf und von Schallemission der etwa 180 Meter hohen Windkraftanlagen beeinflusst. Zeitweise müssten seiner Information nach deshalb Anlagen abgeschaltet werden. Rainer Dubiel bestätigt das automatische Abschalten wegen Schattenwurf: „Die Anlage zählt die Sonnenstunden.“ Ein Abschalten wegen zu hoher Schallemission sei jedoch nicht geplant.

Zudem erbat Nerlich eine Positionierung der Gemeindevertreter zum Beschluss der Dahmer Stadtverordneten, die sich jüngst gegen Windräder im Wald und für den zehnfachen Abstand der Höhe der Anlagen zur Wohnbebauung ausgesprochen hatten (die MAZ berichtete). Laut Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) dürfen Kommunen den Investoren solche Vorgaben nicht machen. Der Landtag hatte dieses Ansinnen abgelehnt.

Die Bürgerinitiative misstraut auch der Aussage, dass Anlagen außerhalb von Windeignungsgebieten ausgeschlossen sind. „Nach bestehender Gesetzeslage gibt es keinen Grund, eine Baugenehmigung zu verwehren“, sagte Nerlich. Rainer Dubiel bestätigte, dass Anlagen mit einer Höhe von unter 50 Metern tatsächlich außerhalb von Konzentrationsflächen zulässig sind.

Die 20 Windräder im Windpark Illmersdorf/Rietdorf sind innerhalb einer solchen Fläche geplant. 19 von ihnen sollen im Wald errichtet werden. Der Vorentwurf wurde im Frühjahr 2013 öffentlich ausgelegt. 23 der 30 angeschriebenen Träger öffentlicher Belange (TöB) haben sich dem Planer zufolge geäußert. 174 öffentlichen Stellungnahmen seien eingegangen. 151 Einreicher haben das Vorhaben abgelehnt, darunter auch die BI „Gegenwind“.

Von Andreas Staindl

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