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Einzug von Flüchtlingen war AfD-Luftnummer

Wohnungsbau in Tauentzien-Kaserne in Blankenfelde geplant Einzug von Flüchtlingen war AfD-Luftnummer

Darüber, was mit der Tauentzien-Kaserne in Blankenfelde passieren soll, wird im Ort kräftig spekuliert. Raum für Gerüchte bieten auch die auffälligen Skulpturen auf den Zaunpfeilern. Zuletzt hatte die AfD die Gerüchteküche mit Spekulationen um ein Flüchtlingsheim angeheizt. Diese Gerüchte werden nun widerlegt.

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Friedhof? Sekte? Die Figuren auf dem Zaun der Blankenfelder Kaserne sind nur ein Spleen des neuen Besitzers Emrullah Aslan.

Quelle: Zielke

Blankenfelde. Um die alte Tauentzien-Kaserne am Jühnsdorfer Weg in Blankenfelde ranken sich derzeit Gerüchte. Erst sorgten Figuren auf den Zaunpfeilern für Spekulationen über eine mögliche Sekte. Vor ein paar Tagen äußerte die AfD-Fraktion Vermutungen, dass dort eine „Massenunterkunft für Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge“ entstehen soll. Die AfD stützt sich dabei auf Gerüchte aus der Bevölkerung und den ihrer Meinung nach für eine Wohnanlage völlig überdimensionierten Zaun. Von einer Katastrophe ist die Rede. „Jeder Versuch, hinter dem Rücken der Anwohner eine Unterkunft für Asylanten und Flüchtlinge zu errichten, würde das Klima vergiften und starke Widerstände in der Bevölkerung hervorrufen“, heißt es in einer Presseerklärung. Die AfD hält die Unterbringung in Wohnungen für sinnvoller als in Gemeinschaftsunterkünften. Hilfe solle jedoch vorrangig im Herkunftsland erfolgen.

In Kaserne sollen mehr als 250 Wohnungen entstehen

Offenbar entbehren die Spekulationen der AfD aber jeder Grundlage. Yasmin Flohr von der Projektgesellschaft Jühnsdorfer Weg dementiert. Der Zaun sei als Schutz vor Vandalismus gedacht. Die Figuren auf den Zaunpfeilern habe der Eigentümer aufstellen lassen, weil sie ihm gefielen. „Eine religiöse Bedeutung steckt da nicht hinter“, sagte die Planerin. Seit Anfang Dezember liegt der Antrag für den Umbau der ehemaligen Kaserne beim Landkreis. Die Untere Bauaufsicht bestätigte, dass dort 258 Wohnungen mir einem bis fünf Zimmern entstehen sollen.

Solche Figuren, wie hier an einem von ihm umgebauten Wohnkomplex in Glasow, sind Aslans Markenzeichen.

Quelle: Zielke

Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) bedauert, dass die Gemeinde den Kauf abgelehnt hat. „Mit Kaserne wäre es für uns einfacher gewesen.“ Freie Wohnungen sind Mangelware. Holger Lademann (FDP), Beigeordneter des Landkreises, will die Gemeinde auffordern, Vorschläge für eine Flüchtlingsunterkunft zu machen. Bislang habe er keine Antwort bekommen. „Keine Gemeinde kann sich drücken.“

Von Christian Zielke

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