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In Großbeeren gibt es wieder einen Imbiss Gröschel

Wirtschaft In Großbeeren gibt es wieder einen Imbiss Gröschel

Viele Großbeerener waren traurig, als die Fleischerei Gröschel im Januar 2015 schließen musste. Nun hat die Tochter von Fleischermeister Herbert Gröschel, Jana Gröschel, wieder einen Imbiss in der Gemeinde eröffnet. Die Stammkunden sind schon wieder da.

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Das Team im neuen Imbiss Gröschel: Inhaberin Jana Gröschel, Ramona Plickett, Karin Gröschel (v.l.)

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Es ist Mittagszeit, und Jana Gröschel hat alle Hände voll zu tun. Sie kocht, bedient, der kleine Imbiss an der Genshagener Straße beginnt sich zu füllen. Dieser neue Imbiss befindet sich unweit der ehemaligen Fleischerei Gröschel, die ihr Vater Herbert bis zum Januar 2015 führte. Dann war Schluss. Der Vermieter kündigte fristgerecht. Besonders ärgerlich: zuvor hatte Herbert Gröschel noch ein Geschäft in Dahlewitz aufgegeben, um sich auf Großbeeren zu konzentrieren. Seit 1995 hatte die Familie die Fleischerei in Großbeeren geführt. Ein echter Familienbetrieb, denn Jana Gröschel war von Beginn an mit dabei. Sie sollte später den Laden übernehmen. Seit 1969 ist Herbert Gröschel Metzgermeister, seit 1975 in der Region tätig. Inzwischen ist er in den Ruhestand gegangen.

Das Objekt am Gedenkturm sollte saniert und modernisiert werden, um ihm ein neues Image zu geben. Veränderten Nutzungskonzepten sollte Rechnung getragen werden, so die Vermieter des Objekts, das die Berliner Volksbank beherbergte. Jetzt hat ein anderer Fleischer-Imbiss den Laden bezogen.

Schwierige Suche nach neuem Geschäft

Nach der Kündigung ihres alten Geschäfts steckten die Gröschels aber nicht den Kopf in den Sand. Aufgeben ist nicht ihre Sache. „Wir haben sofort nach einer Immobilie gesucht“, berichtet Mutter Karin Gröschel. Sie hilft jetzt im Imbiss ihrer Tochter Jana aus. Gerade in Großbeeren ist es nicht leicht eine passendes Geschäft zu finden. Die Gemeinde wächst stetig, der Immobilienmarkt ist leergefegt. Umso erleichterter war die Familie, als sie auf einen Vermieter stießen, der ihnen entgegenkommen wollte.

Eigentlich wollten diese Hauseigentümer lieber wieder an ein Büro vermieten. Aber auch sie hatten von der Kündigung des Geschäfts am Gedenkturm gehört, und kannten die Fleischerei, erzählt Jana Gröschel.

Jana Gröschel wollte in Großbeeren bleiben

Ein Jahr hat sie Suche nach einem neuen Geschäft gedauert. Den Ausbau der Innenräume hat die Familie selbst vorangetrieben. Überall waren Teppiche zu entfernen, zudem wurde die Küche wurde neu eingebaut. „Ich wollte unbedingt in Großbeeren bleiben“, sagt sie. „Hier haben wir unsere Stammkunden.“ Immer mal wieder passiere es, dass alte Stammkunden zufällig den neuen Imbiss entdeckten. „Ich mach keine Werbung“, sagt die Imbissbetreiberin. Mittlerweile hat sich allerdings in Großbeeren und Umgebung herumgesprochen, dass die Gröschels einen neuen Imbiss führen.

Seit Ende April diesen Jahres ist der neue Imbiss geöffnet. Jetzt steht ein Dreiergespann hinter der Theke. Das sind Jana Gröschel mit Mutter Karin Gröschel, sowie Ramona Plikett. Sie sind gut eingespielt. Das ist auch wichtig, denn zur Mittagszeit reicht die Schlange beinahe auf die Straße.

Speisekarte unverändert

Die Speisekarte ist unverändert. „Die Rezepte sind die gleichen“, sagt Jana Gröschel. Jeden Tag gibt es ein wechselndes Mittagsgericht. Römerbraten, Prager Schinken und Eisbein kommen täglich auf den Tisch. Auch hausgemachter Hackepeter zählt dazu, ebenso wie die Bouletten und Salate, die alle handgemacht sind. Die Preise hingegen sind moderat. Die Suppen, wie die Soljanka, können auch mitgenommen werden. Und das zahlt sich aus. „Ungefähr dreiviertel unserer Stammkunden sind wieder da“, schätzt Mutter Karin Gröschel.

So wie Rolf-Dietrich Klein, der öfter mal vorbeikommt. „Ich fand es damals schade, dass das Geschäft schließen musste“, sagt der Birkenhainer. Mit dem neuen Imbiss ist er sehr zufrieden: „Die Qualität ist gleich geblieben“, sagt der Stammkunde.

Von Krischan Orth

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