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In Jänickendorf geht die Angst vor Bakterien um

Auf der Suche nach dem Keim In Jänickendorf geht die Angst vor Bakterien um

In Jänickendorf geht die Angst vor Bakterien um, die aus der Massentierhaltung stammen. Sie lassen sich von einem Infektiologen Nasen-Rachen-Abstriche nehmen, die nun auf den antibiotikaresistenten MRSA-Keim untersucht werden.

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Der Infektiologe Michael Glas nimmt bei Ursula Kühne einen Abstrich von Nase und Rachen.

Quelle: Hahn Margrit

Jänickendorf. Es dauerte nur wenige Sekunden, dann war der Abstrich im Röhrchen. Knapp 20 Jänickendorfer nutzten am Freitagmorgen den Termin im Jänickendorfer Gemeinschaftsraum, wo Michael Glas, Leiter der Abteilung Infektiologie der Ameos-Krankenhausgruppe die Einwohner des Ortes kostenlos auf den antibiotikaresistenten Keim MRSA testete.

Resistenter Keim aus der Massentierhaltung

Dieser Keim kommt in der Massentierhaltung vor, wenn dort unsachgemäß mit Antibiotika umgegangen wird. Ist der Keim in Umlauf, besteht die Gefahr, dass es zu Übertragungen auf Menschen kommt, die dort arbeiten oder im Umkreis von 500 Metern wohnen. Solange dieser Keim sich auf der Haut befindet, ist er noch nicht gesundheitsgefährdend.

Doch er darf nicht in den Körper gelangen. Dies ist die Gefahr bei Verletzungen oder in Krankenhäusern, wenn Träger von MRSA-Keimen dort behandelt werden. Im Körper löst der Keim Krankheiten aus, die man kaum behandeln kann, da der MRSA-Keim nicht auf die herkömmlichen Antibiotika reagiert. Um es nicht so weit kommen zu lassen, ist es möglich, sich durch einen Nase-Rachen-Abstrich auf diesen gefährlichen Keim testen zu lassen. Wolfgang Rupilius aus Stülpe hatte den Mediziner angesprochen, ob er bereit wäre, diesen Abstrich zu machen.

Sorge vor Ausbau der Schweinemast

„Ich finde das Angebot sehr gut. Für mich stand sofort fest, dass ich diesen Test machen lasse“, sagt Ursula Kühne. Sie ist Mitglied der Initiativgruppe, die sich gegen den Ausbau der Schweinemast vor Ort engagiert. Sie ist der Ansicht, dass es mit der bestehenden Schweinemastanlage in Jänickendorf genug ist, da müsse es keine Erweiterung der Haltung mehr geben. Sie hat im vergangenen Jahr auch am Protest vor der Kreisverwaltung teilgenommen. Dort kam man mit Behördenvertretern ins Gespräch. Die Jänickendorferin versteht nicht, warum seitens des Landesumweltamtes die Erweiterung genehmigt wurde.

Zweiter Termin am 25. November

Damit auch die berufstätigen Jänickendorfer die Gelegenheit haben, einen Nase-Rachen-Abstrich machen zu lassen, wird es in der kommenden Woche am Freitag um 18 Uhr in Jänickendorf im Gemeinschaftsraum, Alten Hauptstraße 56, einen weiteren Termin geben.

Dann wird Michael Glas auch die Ergebnisse der gestrigen Proben mitbringen. Bei wen Auffälligkeiten festgestellt werden, der wird zudem persönlich benachrichtigt. „Was dabei herauskommt ist völlig offen“, sagte Michael Glas. Untersucht werden die Abstriche im Ameos-Labor in Halberstadt.

Von Margrit Hahn

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