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In Jüterbog gibt es bald einen Sportbeirat

Mitspracherecht für Sportler In Jüterbog gibt es bald einen Sportbeirat

Kommunalpolitiker und Sportfunktionäre sind sich einig, dass es künftig einen Sportbeirat in Jüterbog geben wird. Damit soll die Kommunikation verbessert werden. Der Wille allein genügt jedoch nicht, eine Änderung der Hauptsatzung ist unumgänglich. Dafür müssen Formulierungen gesetzeskonform sein.

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Der Sport soll mehr Mitspracherecht bekommen.

Quelle: Geißler

Jüterbog. Bis Ende dieser Woche können sich junge Jüterboger für eine Mitarbeit im Kinder- und Jugendbeirat bewerben. In den zurückliegenden Wochen sind Verbände und Parteien schriftlich gebeten worden, Vorschläge zu machen, wer im Beirat mitmachen kann, wie Maritta Böttcher (Linke) kürzlich in der Stadtverordnetenversammlung informierte. Die rechtlichen Voraussetzungen für das Mitspracherecht der 14- bis 27-Jährigen sind mit der Änderung der Hauptsatzung bereits im März geschaffen worden. Bis dahin war es ein langer Weg.

Nicht wesentlich einfacher scheint die Legitimation für den Verkehrs- und den Sportbeirat zu sein, wie die Diskussion in der Sitzung vorige Woche zeigte. Auch wenn die Stadtverordneten sich einig sind, ist bislang wenig passiert. Man habe beim Kreis nachgefragt, der sich wiederum beim Innenministerium erkundigt hat, berichtete Joachim Wasmansdorff, stellvertretender Bürgermeister. Eine Antwort steht noch aus.

Hintergrund

Bereits im Jahr 2010 gab es in Jüterbog den Versuch, einen Sportbeirat zu gründen. Die Fraktionen von SPD und Die Linke sowie die damals gemeinsame Fraktion von FDP, CDU und Bauernverband hatten dazu Anträge gestellt. Die Bemühungen verliefen jedoch im Sande.

In der Kommunalverfassung von Brandenburg heißt es: „Die Hauptsatzung kann vorsehen, dass die Gemeindevertretung zur Vertretung der Interessen anderer Gruppen der Gemeinde, Beiräte oder Beauftragte wählt oder benennt. Unter anderem muss die Zahl der Mitglieder und die Anforderungen an die Mitgliedschaft geregelt sein.“

Der Verkehrsbeirat, der seit längerem in Jüterbog existiert, gilt als Fachgremium und nicht als Interessenvertretung.

Für Jens Schandert (FJB) hörte sich das eher nach „Ausreden“ an. Nun endlich „Nägel mit Köpfen zu machen“, forderte Maritta Böttcher. Sie hat selbst recherchiert und sieht keine Probleme, den Sportbeirat zu etablieren. Den Verkehrsbeirat, der sich bereits als beratendes Gremium des Bauausschusses bewährt hat, in die Hauptsatzung aufzunehmen und damit den Mitgliedern Rechtssicherheit zu verschaffen, ist offenbar nicht möglich. „Weil nicht eine Gruppe von Menschen, sondern alle betroffen sind“, wie Maritta Böttcher erklärte. Für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung bereitet sie deshalb die Beschlussfassung vor.

Den Bedarf, einen Sportbeirat zu gründen, gibt es seit Anfang des Jahres. Gerade der Zustand und die Nutzungsbedingungen von Sportstätten in der Stadt sorgen immer wieder für Diskussionen. Es gab eine Zusammenkunft der Sportvereine mit Kommunalpolitikern, außerdem wurde darüber im Sozialausschuss diskutiert. „Wenn wir für einen Sportbeirat die gleichen Parameter anlegen wie für den Jugend- und Seniorenbeirat, gibt es keine Bedenken“, so Böttcher weiter. Die Kommunalverfassung verlange lediglich, dass in dem Beirat alle Sportler und nicht nur Vereinsmitglieder mitarbeiten dürfen. Details werden in der Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni besprochen.

Von Martina Burghardt

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