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In Jüterbog haben es Bibliotheksanfänger leicht

„Führerschein“ für junge Leser In Jüterbog haben es Bibliotheksanfänger leicht

Wer Kinder zum Lesen bewegen möchte, kann die Sache nicht dem Selbstlauf überlassen. Die Einführung des „Bibliotheksführerscheins“ ist ein guter Schritt, um Kindern die Scheu vor dem Wirrwarr der Regale zu nehmen. 116 Mädchen und Jungen nahmen am Mittwoch die begehrten „Leseböckchen“ in Empfang.

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Clown Pipo überreichte, natürlich mit viel Witz, die begehrten „Leseböckchen“. Hanna Baer gehörte zu den Glücklichen.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Einen Führerschein braucht jeder, der mit seinem Fahrzeug sicher durch den Verkehr kommen will. Wer sich im Wirrwarr der Bücherregale einer Bibliothek zurechtfinden will, noch dazu, wenn er noch gar nicht lesen kann, hat es noch schwieriger. Vor vier Jahren entwickelten die Mitarbeiter der Jüterboger Stadtbibliothek deshalb die Idee, ihren Lesern von morgen einen Bibliotheks-Führerschein mit auf den Weg zu geben. 116 Vorschulkinder aus sechs Jüterboger Kitas nahmen am Mittwochvormittag in einem kleinen Festakt voller Stolz ihren „Führerschein“ in Empfang.

Erklärrunde zur Buchausleihe

Dem vorangegangen waren vier spannungsreiche Vormittage in der Bibliothek, bei denen die künftigen Schulanfänger erfuhren, wie die Ausleihe und Rückgabe von Büchern, Zeitschriften, Videos, CDs und Spielen funktioniert und wie man pfleglich mit den Medien umgeht, damit auch der Nächste noch Freude daran hat. Dazu gab es passende Geschichten zum Zuhören, wie die vom Löwen, der seiner Angebeteten keinen Liebesbrief schreiben konnte.

Ein Höhepunkt der „Führerscheinausbildung“ war der Tag mit den Lieblingskuscheltieren. Beim anschließenden Stöbern im Sachbuchregal gab es viel Interessantes über Kätzchen, Äffchen und andere Tierchen zu erfahren.

Zeugnisvergabe mit Clowns

Die Moderation des gestrigen Festes und die Übergabe der Leseböckchen-Urkunden übernahmen die Potsdamer Clowns Pipo und Pipolina, die bei allerlei Späßen und viel Schabernack die Wichtigkeit des Lesens betonten. „Eine so tolle Sache gibt es nicht mal in der Landeshauptstadt“, sagte Pipolina, die eigentlich Annegret Mörke heißt und ausgebildete Sport- und Zeichenlehrerin ist, „wer will, dass Kinder lesen, muss sie dazu an die Hand nehmen. Hier in Jüterbog ist das wundervoll gelungen.“

31 der 89 Jüterböckchen-Kinder des Vorjahres zählen heute zur Stammleserschaft der Bibliothek. „Von Jahr zu mehr werden es mehr“, sagt Leiterin Carola Langer, „wir hoffen auf 100 Prozent.“

Von Uwe Klemens

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