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Teltow-Fläming Unfallschwerpunkte im Kreis Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Unfallschwerpunkte im Kreis Teltow-Fläming
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18:21 11.10.2018
Der Hornbach-Kreisel in Ludwigsfelde ist der mit Abstand unfallträchtigste Ort im Landkreis Teltow-Fläming. Vor allem Motorradfahrer verunglücken dort häufig. Quelle: Jutta Abromeit
Luckenwalde

 „Alle 100 Minuten passiert im Landkreis ein Verkehrsunfall“, berichtete Polizeihauptkommissar Lutz Leow von der Polizeiinspektion Teltow-Fläming bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz 2017 im Regionalausschuss. „Alle elf Stunden wird dabei eine Person verletzt“, fuhr Leow fort, „und jeden zweiten Monat ist ein Verkehrstoter zu beklagen.“

Mehr Unfälle, weniger Tote

Zwar habe es im Vorjahr mehr Verkehrsunfälle als 2016 gegeben, so Leow, dafür aber weniger Verkehrstote, berichtete er. So stieg 2017 die Zahl der Unfälle von 5076 auf 5158. Dagegen sank die Zahl der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer von neun auf sechs. „Auch gab es weniger Unfälle mit Personenschaden, dafür aber mehr Verletzte“, führte Lutz Leow aus.

Besser als im Landesdurchschnitt

Im Landesvergleich stieg die Zahl der Unfälle in Brandenburg insgesamt um 3,3 Prozent, in Teltow-Fläming nahm sie nur um 1,6 Prozent zu. Bei den Verletzten stieg die Zahl landesweit um 0,1 Prozent, in Teltow-Fläming sank sie um 1,9 Prozent. Bei den Unfalltoten stieg die Zahl im Land Brandenburg um 22,3 Prozent, in Teltow-Fläming sank sie um 33,3 Prozent.

Unfallschwerpunkte unter der Lupe

Für den Landkreis sind dies zunächst einmal gute Zahlen, auch wenn jeder Unfall, jeder Verletzte und vor allem jeder Tote einer zu viel ist. Deshalb gibt im Landkreis eine Unfallkommission, die die Unfallschwerpunkte genauer unter die Lupe nimmt. „Aufgabe der Kreisunfallkommission ist es herauszufinden“, so Hubertus Grosenik, Leiter des Straßenverkehrsamts, „wo diese Schwerpunkte überhaupt liegen.“ 2011 gab es demnach noch zwölf sogenannte Unfallhäufungsstellen, inzwischen werden nur noch fünf als solche betrachtet.

Der älteste Unfallschwerpunkt ist die große Ampelkreuzung in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke

Die älteste davon ist die große Ampelkreuzung in Luckenwalde, in der die Trebbiner Straße, die Beelitzer Straße, der Haag und der Markt in Verlängerung der Salzufler Allee aufeinander stoßen. Seit 1998 steht die Kreuzung auf der Liste der Unfallkommission. 2017 gab es dort zehn Verkehrsunfälle, zwei davon mit Verletzten. „Hier ist das Hauptproblem der Längsverkehr“, sagt Grosenik. „Das bedeutet: Einer fährt an und bremst wegen des Gegenverkehrs dann leicht ab, und der nächste brummt hinten drauf.“ An dieser Stelle ist schon lange ein Kreisverkehr geplant.

Weiterer Schwerpunkt in Luckenwalde

Nur wenige hundert Meter weiter hat die Kommission 2013 einen weiteren Unfallschwerpunkt ausgemacht und zwar an der Kreuzung Salzufler Allee/Kirchhofsweg. Dort gab es 2017 fünf Verkehrsunfälle, zwei davon mit Personenschaden. In diesem Jahr blieb diese Stelle aber noch unauffällig. Das liegt möglicherweise daran, dass nicht mehr so viele Verkehrsteilnehmer den Kirchhofsweg nutzen, weil in dessen Verlängerung die Lindenstraße, die gern als Abkürzung und Umfahrung der großen Ampelkreuzung genutzt wird, wegen Brückenbauarbeiten gesperrt ist.

Auch Großbeeren hat zwei Schwerpunkte

Mit zwei Unfallschwerpunkten wartet auch Großbeeren auf, einmal an der Kreuzung, wo die alte B101 auf die L76 stößt. Dort zählte man 2017 elf Unfälle, drei Ereignisse davon mit Verletzten. „Hier gibt es Schwierigkeiten beim Abbiegen von der L76 in die jetzige Kreisstraße 7241“, so Grosenik, „wie umgekehrt auch.“ Und auf der K7239, dem alten Streckenverlauf der Alten Teltower Straße, gebe es Probleme mit der Sichtbeziehung. An dieser Stelle hatte es 2017 noch viermal gekracht.

Spitzenreiter ist das Hornbach-Kreisel

Absoluter Spitzenreiter ist aber das Hornbach-Kreisel in Genshagen unter der B101 mit seinen Zu- und Abfahrten und seinem untypisch ovalen Verlauf, den vor allem Motorradfahrer als eine Art Trainingsstrecke für riskantes Kurvenfahren zu schätzen wissen. 19 Verkehrsunfälle passierten dort im Vorjahr, vorher waren es schon mal 36. Von den aufgebrachten Rüttelstreifen erhofft sich die Kommission eine deutliche Senkung der Unfallhäufigkeit. „Wir werden verfolgen, wie sich das auswirkt“, so Grosenik.

Von Hartmut F. Reck

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