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In der Dorfschmiede

Blankenfelde In der Dorfschmiede

Der Blankenfelder Dorfschmied Werner Mohrmann-Dressel öffnete am Wochenende seine Türen anlässlich der Tage des offenen Ateliers. Seine Bescher konnten sich nicht nur die Werke des Schmiedes anschauen, sondern auch gleich selbst loslegen.

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Fanny passt genau auf, wie der Dorfschmied Werner Mohrmann-Dressel den Hammer benutzt.

Quelle: Andrea von Fournier

Blankenfelde. Dass die Tage des offenen Ateliers mit unterschiedlichem Besucherstrom verlaufen, weiß Dorfschmied Werner Mohrmann-Dressel aus Erfahrung. Seit vielen Jahren öffnet er seine Schmiede auf dem Dorfanger zu diesem Anlass. Da gibt es Zeiten, wo der Berliner seine eigenen Arbeiten erledigen kann und andere, wo sich die Neugierigen in dem kleinen Raum drängen und mancher vor der Tür warten muss, um einmal in die Nähe von Schmiedefeuer und Amboss zu kommen.

Wichtig sind für den Schmied immer wieder die Begegnungen mit seinen Gästen, die Ideen und Fragen, die sie mitbringen. Wie am Samstag Lutz Faulhaber. Der Potsdamer präsentierte Werner Mohrmann-Dressel zwei skizzierte Entwürfe für stabile Wandhaken. „Werner ist Schuld, dass in meinem Wohnzimmer zwei Klangschalen rumliegen. Die müssen an die Wand“, erklärt er lachend. Im vergangenen Jahr hatte Lutz Faulhaber mit einem Freund erstmals aus gleichem Anlass die Blankenfelder Schmiede angesteuert und mit Hilfe des Inhabers zwei große Klangschalen hergestellt. „Es gibt nicht so viele Schmieden, in denen man selbst Hand anlegen kann, die hier ist einfach toll“, sagte er. Umsichtig und mit Geschick benutzte der Schmiedegast die Werkzeuge, die ordentlich am Amboss angeordnet waren. Nur beim Längsteilen des Stahls half Mohrmann-Dressel weiter.

Fanny versucht sich an einem Messer

Bei manchem Besucher genügt es, wenn der Schmied ein Auge auf die Arbeit hat, bei anderen, wie der zehnjährigen Fanny aus Dahlewitz, muss er zunächst Grundbegriffe erläutern. Das Mädchen kam mit ihren Großeltern. „Fanny will unbedingt Schmiedin werden“, erklärte ihre Oma. Deshalb hatten Fannys Tanten nach einem Schmiedekurs für das Mädchen gesucht, bevor sich die Möglichkeit beim Tag des offenen Ateliers bot. Werner Mohrmann-Dressel schaute zuerst ein wenig skeptisch, weil Fanny ihm etwas klein für das Schmieden erschien.

Doch dann holte er einen kleinen Holzklotz heran, auf dem ein Amboss für Fanny installiert wurde. Bei der Vorbereitung erklärte er bereits, was er gleich zeigen würde und fragte, was Fanny gern schmieden wolle. „Ein Messer“, kam es wie aus der Pistole. Das Mädchen schaute aufmerksam zu, als der Schmied den Hammer schwang. Ob ihre Kraft dafür reichen würde? „Ich kann 14 Schritte auf den Händen laufen“, zerstreute Fanny schnell seine Bedenken.

Derweil Lutz Faulhaber die rotglühenden Arme seines Wandhakens auseinanderbog und Fanny ihren Platz am kleinen Amboss einnahm, sah man Werner Mohrmann-Dressel Zufriedenheit und Stolz an.

Von Andrea von Fournier

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