Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
In der Weihnachtswerkstatt

Der Schnitzkünstler von Glau In der Weihnachtswerkstatt

Reinhard Meusel schnitzt Weihnachtsdekoration in seiner Werkstatt in Glau. Nostalgische Krippen, drehende Pyramiden oder prächtige Schwibbögen gehören dazu. Am zweiten Adventswochenende ist er auf dem Blankenseer Weihnachtsmarkt anzutreffen.

Voriger Artikel
Mann vom ICE überfahren – Bahnstrecke dicht
Nächster Artikel
Offene Gepäckklappe führt zu Unfall

Reinhard Meusel in der Werkstatt in der alten Schule in Glau.

Quelle: Margrit Hahn

Glau. Wenn Reinhard Meusel in der Werkstatt in der alten Schule in Glau ist, vergisst er alles um sich herum Er schnitzt, hobelt und poliert von morgens bis abends. Alle seine Ideen schafft er gar nicht umzusetzen, dafür fehlt die Zeit.

An diesem Wochenende kommt er aber raus aus seiner Werkstatt. Denn Reinhard Meusel zeigt seine Schnitzereien auf dem Weihnachtsmarkt in Blankensee. Dort verkauft er seine kleinen Kunstwerke auch. Einen Großteil der Einnahmen spendet er der Kirchengemeinde.

Schon im Sommer schnitzte er im Garten die Figuren für Schwibbögen. „Ich musste allerdings ein wenig kürzer treten, denn meine Frau war krank. Trotzdem hat sie mich immer ermuntert, weiterzumachen und mir Kraft gegeben. Sie hat einen großen Anteil daran, dass ich trotzdem so viel geschafft habe“, sagt Reinhard Meusel.

Krippen-Schwibbogen

Krippen-Schwibbogen.

Quelle: Margrit Hahn

Seine Arbeiten können sich sehen lassen. Vor allem der Krippenstall aus Naturholz mit den Figuren, die die Weihnachtsgeschichte erzählen, ist ein echtes Schmuckstück geworden. Die heiligen drei Könige, die Hirten und die Schafe hat er mit viel Liebe zum Detail gestaltet, ebenso das winzige Christkind, das in der Krippe liegt. Bei Reinhard Meusel ist jedes Stück ein Unikat.

Zum Schnitzen der Figuren verwendet er Lindenholz, für die Schwibbögen Birkensperrholz. Das Material bestellt er im Internet. Bevor er los legt, fertigt er Skizzen an. Die einzelnen Elemente werden zuerst mit der Stichsäge grob ausgestochen, dann folgt die Feinarbeit. Zur Vorsorge klebt er sich Pflaster um Daumen und Zeigefinger. Wenn er es vergisst, endet es meist blutig. Momentan ist der 62-Jährige dabei, einen Schwibbogen mit Trebbiner Motiven anzufertigen. In diesem Jahr hat er sich auch erstmals an eine Hängepyramide mit Kugelgelenk gewagt. „Die habe ich in einem Geschäft gesehen und wusste sofort, dass ich eine ähnliche nachbauen wollte“, sagt der Familienvater. Begonnen hat er mit der Arbeit bereits im Sommer in seinem Garten, wo er auch eine Drechselmaschine hat. Beim Figurenbemalen hilft ihm Ehefrau Doris.

Krippe mit vielen Details

Krippe mit vielen Details.

Quelle: Margrit Hahn

In den vergangenen Tagen galt es für ihn, Ruhe zu bewahren, auch wenn er noch so viel zu tun hatte. Er wollte noch möglichst viele Fensterbilder fertig bekommen, aus denen Fuchs und Elster schauen. „Die sind nicht nur bei Kindern beliebt“, fügt er hinzu.

Inzwischen hat sich seine handwerkliche Begabung herumgesprochen und so bringen ihm Leute auch Reparaturarbeiten. Erst kürzlich musste er eine Pyramide von 1950 auf Vordermann bringen, die sich nicht mehr gedreht hat. Im vergangenen Jahr gingen ein geschnitzter Weihnachtsbaum und ein Fensterbild mit dem Sandmännchen aus der Glauer Werkstatt sogar nach Kanada.

Von Margrit Hahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg