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„In zehn Jahren ist es zu spät“

Frankenfelder Orgel ist renovierungsbedürftig „In zehn Jahren ist es zu spät“

Die im Jahr 1824 erbaute Thurley.Orgel in der Frankenfelder Kirche gehört zu den bedeutendsten in der Region. Allerdings nagt er Zahn der Zeit am Instrument, deshalb muss dringend nach Möglichkeiten gesucht werden, das schöne alte Stück zu restaurieren.

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Peter-Michael Seifried bläst in eine der Holzpfeifen, die sich in der denkmalgeschützten Thurley Orgel in Frankenfelde befindet.

Quelle: Margrit Hahn

Frankenfelde. Kreiskantor Peter-Michael Seifried stellte Interessierten am Montagabend die Thurley-Orgel in der Frankenfelder Kirche vor. Diese kleine Dorforgel ist ein Kostbarkeit in der regionalen Orgellandschaft, ist sie doch ein frühes Werk des berühmten Orgelbauers Johann Friedrich Thurley (1804–1855).

Dieser lernte das Handwerk von seinem Vater, Johann Tobias Thurley, und arbeitete in dessen letzten Lebensjahren mit ihm zusammen an verschiedenen Orgelprojekten. Nach dem Tod des Vaters übernahm er die Werkstatt und zog mit dem Unternehmen nach Brandenburg, wo er nach 1844 zusammen mit seinem Halbbruder Albert Thurley tätig war. Er trug den Titel „Königlich-Preußischer Orgelbaumeister“.

An der Frankenfelder Orgel wurden seit Thurleys Zeiten wenig Veränderungen vorgenommen, so dass ihr besonderer Charakter erhalten blieb. „Allerdings muss dringend etwas an der Orgel gemacht werden. In zehn Jahren ist es zu spät“, sagt Peter-Michael Seifried, „allein das Gehäuse ist wunderschön auch wenn die Orgel nicht spielt. Es handelt sich hier um ein Denkmal, das geschützt werden muss.“ Er schlägt vor, dass sich ein Orgelbauer das Instrument anschaut. Die Orgelpfeifen müssen ausgebaut werden, um zu sehen, wie weit der Verfall fortgeschritten ist. Erst wenn man sich einen Überblick verschafft hat und über die Kosten Klarheit herrscht, kann über Restaurierungsarbeiten entschieden werden. „Es könnte auch eine Orgelfahrt veranstaltet werden zu einem Ort, wo ein ähnliches Instrument steht, um zu hören, wie die Orgel klingen könnte“, schlägt Seifried vor.

Bei der Finanzierung über Fördermittel und Spenden ist Seifried zuversichtlich, da es sich um ein wichtiges Orgeldenkmal handele. Auch Patenschaftsaktionen für Orgelpfeifen wie in anderen Gemeinden, um Spenden zu sammeln, hält er für denkbar. „So kann man immer sagen: ,Die Orgelpfeife gehört mir.’“, stellt Seifried schmunzelnd fest. Wichtig sei allerdings, dass das Instrument nach der Generalüberholung auch gespielt wird. Orgelunterricht vor Ort wäre eine Möglichkeit.

Müllermeister Martin Röthel aus Gottsdorf erinnert sich noch gut daran, dass die Frankenfelder Orgel, die 1824 gebaut wurde, in den 1950er Jahren zuletzt renoviert wurde. „Allerdings hat es danach eher nach Schädlingsbekämpfungsmittel gerochen“, berichtet Röthel. Er kletterte beim Orgelrundgang am Montagabend auf eine Bank, um zu sehen, was auf der hölzernen Vase – dem Haupterkennungsmerkmal einer jeden Thurley-Orgel, steht. Und tatsächlich: Dort hatte sich der Erbauer mit Jahreszahl verewigt. „Das hatte ich auch noch nicht gesehen“, erklärte Peter-Michael Seifried. Die Geschichte der Frankenfelder Orgel wurde sogar in einem Buch veröffentlicht.

Von Margrit Hahn

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