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Industriemechaniker lernen mit der MAZ

Ludwigsfelde Industriemechaniker lernen mit der MAZ

Die angehenden Industriemechaniker, Kraftfahrer und Kfz-Mechatroniker im Oberstufenzentrum TF im Ludwigsfelder Birkengrund nehmen am Projekt „Schulreporter“ der Märkischen Allgemeinen teil. Täglich vier Wochen lang nehmen sie sich die Zeitung im Unterricht vor.

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„Schulreporter 2017“: Die Klasse 15/II der Industriemechaniker am Oberstufenzentrum TF im Ludwigsfelder Birkengrund mit ihrem Deutschlehrer Andreas Liebsch.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Üblicherweise informieren sie sich über alles Aktuelle im Internet. Gestern machten angehende Industriemechaniker, Kraftfahrer und Kfz-Mechatroniker im Oberstufenzentrum TF im Ludwigsfelder Birkengrund Bekanntschaft mit einem für sie ungewohnten Medium: der Zeitung. Auch vor den jungen Leuten der Klasse 15/II liegt frühmorgens kurz nach 8 Uhr die Märkische Allgemeine, Lokalausgabe Zossener Rundschau, mit der Berichterstattung vom Wochenende.

Politik, Sport und exklusive lokale Infos

Deutschlehrer Andreas Liebsch begrüßt sie, doch dann hält er sich zurück. Er war es, der diese Begegnung mit dem ungewohnten Medium initiiert hatte. Und beobachtet, an welchen Seiten, Fotos und Beiträgen die Augen der Lehrlinge zuerst hängenbleiben - Politik? Sport? In den wenigsten Fällen. Klassensprecher Lukas Schulz blättert ebenso wie die anderen. Ali Sahan erklärt: „Allzu viel lese ich ja nicht in der Zeitung, aber den Polizeibericht schon.“ „Für mich ist der Polizeibericht auch am spannendsten“, erklärt Kelly Sophie Neumann. Sie ist eine von drei jungen Frauen unter 19 Männern. Wie alle in der Klasse hört sie interessiert zu, aber ebenso wie allen anderen ist auch ihr anzumerken: Zeitung ist ungewohnt.

Zeitungsanalyse und Teilchenphysik

Sie alle sind Auszubildende bei Mercedes oder MTU in Ludwigsfelde oder am Desy in Zeuthen, dem Forschungszentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron. Sie sind zwischen 17 und 32  Jahre alt, lernen für den ersten oder zweiten Beruf, sie kommen aus Berlin und den Kreisen südlich der Bundeshauptstadt. An den Tagen ihrer praktischen Ausbildung befassen sie sich mit Motoren, Triebwerken oder Teilchenphysik.

Zum ersten Mal eine Zeitung in der Hand

Im Laufe der 90 Minuten Deutschunterricht wird immer klarer, wie sehr sich Lese-Gewohnheiten gerade ändern. Entwaffnend ehrlich: Markus Kühl. Der 20-Jährige sagt nicht nur: „Ich habe heute zum allerersten Mal eine Zeitung in der Hand.“ Er bekennt auch, kein Fernsehen mehr zu schauen und das Internetsurfen zu minimieren: „Was ich alles gehört und gesehen habe, macht mich nur traurig und wütend. Ich versuche, so klarzukommen.“ Über alles Wichtige informiert ihn sein Freund. Jüngst hat er eine Geschichte geschrieben. Noch nicht für die Zeitung.

Am Freitag erhält diese Klasse ihre Halbjahreszeugnisse. Die künftigen Industriemechaniker verlassen den Raum, es kommen künftige Kraftfahrer. Auch sie interessieren sich für die Polizeimeldungen; „ist doch für Kraftfahrer wichtig zu wissen, was wo passiert ist.“ Und dann blättern auch sie von vorn nach hinten durch die vierteilige MAZ: große Politik, Brandenburg, Lokales und Sport. Worüber sie selbst am liebsten schreiben? „Mal sehen, das geht doch jetzt erst los, das weiß ich doch heute noch nicht“, gesteht einer der jungen Männer.

Von Jutta Abromeit

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