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Info-Abend für besorgte Bürger

Dahme nimmt Flüchtlinge auf Info-Abend für besorgte Bürger

Die Stadt Dahme wird ab April dieses Jahres auch erstmals Flüchtlinge aufnehmen. Etwa 50 Zuwanderer sollen in einem Gebäude der Fahrschul-GmbH wohnen. Bei einem Info-Abend teilten Vertreter des Landkreises den Bürgern Details mit. Diese haben Sorgen bezüglich der Sicherheit in ihrer Stadt.

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Info-Abend in Dahme: Christian Rettig, Kirsten Gurske, Kornelia Wehlan und Frank Pätzig (v.l.).

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Die ersten Flüchtlinge kommen nach Dahme. Ab April dieses Jahres sollen sie in Gebäuden der Fahrschul-GmbH Luckau-Dahme in der Luckauer Chaussee untergebracht werden. Die beiden Objekte würden derzeit baulich vorbereitet, sagte Christian Rettig, Flüchtlingskoordinator des Landkreises Teltow-Fläming, bei einer gut besuchten Bürgerversammlung am Dienstagabend in der Klosterkirche in Dahme. Der Mietvertrag mit dem Eigentümer sei schon unterschrieben.

Nationalität und Religion der Flüchtlinge noch nicht bekannt

50 Flüchtlinge werden in Dahme erwartet, sagte Sozialdezernentin Kirsten Gurske (Linke). Sie geht davon aus, dass die Flüchtlinge länger als ein Jahr in der Einrichtung am Stadtrand bleiben werden. Ob Familien oder alleinstehende junge Männer nach Dahme kommen, ist laut Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) nicht bekannt: „Das erfahren wir frühestens vier Tage vor der Ankunft“, sagte sie, „auch, ob Moslems oder Christen kommen, wissen wir nicht. Wir wünschen uns Flüchtlingsfamilien für Dahme.“

Bürger sorgen sich indes um die Sicherheit. Sie befürchten den Anstieg der Kriminalität. Schon heute gebe es kaum noch Polizeipräsenz in der Stadt. Das stimme nicht, erwiderte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos): „Die Polizei hat Räume in der neuen Feuerwache bezogen, bietet dort auch Sprechzeiten an.“ Die Präsenz könnte sich mit den Flüchtlingen weiter erhöhen.

Positive Erfahrungen aus Jüterbog

„Seitdem wir Flüchtlinge in Jüterbog haben, fährt die Polizei jeweils vier Mal am Tag und in der Nacht Streife“, ergänzte Mechthild Falk. Der Pfarrerin aus der Nachbarstadt zufolge gibt es keine Probleme mit den Flüchtlingen.

Wehlan nimmt die Sicherheitsbedenken der Bürger ernst: „Es wird ein Sicherheitskonzept geben.“ Dieses soll gemeinsam mit der Polizei, dem Wachschutz sowie dem Betreiber erarbeitet und auf die speziellen Bedingungen in Dahme zugeschnitten werden. Der Betreiber stehe allerdings noch nicht fest, werde derzeit deutschlandweit ausgeschrieben. Offen sei ebenfalls, aus welchem Land die Flüchtlinge kommen. Es seien aber Kriegsflüchtlinge.

Fragen nach der Sicherheit der Flüchtlinge

Bürger sorgen sich nicht nur um ihre Sicherheit, sondern auch um die der Flüchtlinge. Etwa, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, jedoch keine Verkehrsregeln kennen. Laut Wehlan sollen die Flüchtlinge so schnell wie möglich mit dem Leben in Deutschland vertraut gemacht werden. „Wir machen die Flüchtlinge fit für später, wenn sie in eine eigene Wohnung ziehen können“, erklärte sie.

„Ob das Zusammenleben mit den Flüchtlingen klappt, liegt auch an uns“, sagte Britta Rostalsky, Pfarrerin aus Rosenthal, „für mich sind das Menschen in Not, die unsere Hilfe brauchen.“ Wer helfen möchte, kann sich an die Amtsverwaltung wenden, bot Pätzig an. Ihm zufolge soll es vor Einzug der Flüchtlinge in die Räume der Fahrschul-GmbH einen Tag der offenen Tür geben. Ob weitere Objekte in Dahme benötigt werden, hängt von der Entwicklung der Flüchtlingszahlen ab.

Von Andreas Staindl

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