Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Inga und der alte Framo
Lokales Teltow-Fläming Inga und der alte Framo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 27.12.2015
Autor Marc Kayser auf dem alten Framo bei Inga. Quelle: Nicola Kuzmanic
Anzeige
Wünsdorf

Geschichten entlang der längsten Bundesstraße Ostdeutschlands hat Marc Kayser aufgeschrieben. Gerade erschien sein Buch „Große Freiheit Ost“. Von Zittau im Südosten bis nach Sassnitz auf Rügen zieht sich die mehr als 520 Kilometer lange Fernstraße, die zu DDR-Zeiten F96 hieß und heute B96 heißt. „Sie ist für Menschen, die an und mit ihr leben, ein Stück geteerte Identität“, heißt es in der Verlagsbeschreibung. Die Straße würde scheinbar Unvereinbares vereinen.

Kayser traf den letzten Schmied in Ebersbach, eine sorbische Tanzgruppe in der Oberlausitz, Berliner Originale in ihren Kleingärten, die Malerin Ina, die Werke von Armin Müller-Stahl in ihrer Galerie auf Rügen verkauft und viele andere. Er fuhr in Baruth an den Panzern des Gedenkfriedhofs vorbei, stand auf dem Ex-Militärgelände von Wünsdorf in einem Wartehäuschen, das es heute nicht mehr gibt, und versuchte zu empfinden, wie es war, als die Soldaten auf Marschrutka warteten, den Minibus.

Und Marc Kayser traf Inga. Eine Musikerin und Dekorateurin, die mit ihrem Mann bei Wünsdorf lebt. Sie will aus ihrem Grundstück an der B96 ein Schmuckstück machen, verzweifelt aber zuweilen an den vorbeidonnernden Lastwagen und Motorrädern. Auf ihrem Hof steht ein ausrangierter Framo-Pick-up aus ostdeutscher Produktion, schreibt Kayser. Das Auto fasziniert ihn. Inga erzählt, dass es ein Geschenk ihres Mannes war. Der war beim Film, das Auto spielte in einem Streifen sogar eine Hauptrolle.

Über den B96-Abschnitt im Raum Zossen sagt Kayser: „In Erinnerung geblieben ist mir vor allem der Kampf der kleinen Geschäftsleute in Wünsdorf und der Gastronomen, irgendwie zu überleben.“ Die Brüche zwischen neuer und alter Zeit seien eklatant, vor allem in Wünsdorf. Er bedaure sehr, „dass es die wunderschöne alte russische Bushaltestelle nicht mehr gibt.“

Info: „Große Freiheit Ost“, erschienen im Verlag Bild und Heimat, kostet 14,99 Euro, ISBN 978-3-95958-000-7

Von Jutta Abromeit

Teltow-Fläming Verein Hominum betreut Flüchtlinge in Blankenfelde - Helfer bei den großen und kleinen Sorgen

Zuletzt hatte der Verein Hominum mit internen Streitigkeiten auf sich aufmerksam gemacht. Nach den Querelen um den ehemaligen Vorsitzenden Kay Drews blicken die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer nun nach vorne. Denn zu tun gibt es für die Neuankömmlinge in Blankenfelde-Mahlow genug.

27.12.2015
Teltow-Fläming Weihnachten mit Flüchtlingen - Neue Heimat für zwei Syrer in Zossen

Ein ziemlich verschlungener Weg liegt hinter Youssuf und Maryam: aus Syrien geflohen, fast im Mittelmeer ertrunken, tagelang durch halb Europa gestolpert. Und jetzt wohnen die beiden im Zossener Pfarrhaus bei der Katharina Furian, Superintendentin des Kirchenkreises Zossen-Fläming, und ihrem Mann. Das ist der Stoff, aus dem Weihnachtsgeschichten gemacht sind.

27.12.2015
Teltow-Fläming Kreisarchiv kann Aktion nicht fortsetzen - Die Paten für die Akten der Ahnen

Die vierte Runde der Aktenpatenschaft seit 2011 war wohl auch die letzte. Das Archiv des Kreises Teltow-Fläming kann diese Aktion aus personellen Gründen nicht mehr fortsetzen. Insgesamt 45 Aktenpaten haben durch finanzielle Zuwendungen dafür gesorgt, dass 60 historische Amtsbücher, Akten und Einzeldokumente fachmännisch restauriert und somit erhalten wurden.

27.12.2015
Anzeige