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Inga und der alte Framo

Geschichten entlang der B 96 Inga und der alte Framo

Auf der längsten Bundesstraße durch Ostdeutschland war Marc Kayser unterwegs. Dabei kam er auch durch Baruth, Wünsdorf und Zossen, lernte Inga und ihren alten Framo kennen. Die Geschichten zwischen Zittauer Gebirge und dem berühmten Kreidefelsen von Kap Arkona auf Rügen schildert er in seinem neuen Buch „Große Freiheit Ost“.

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Autor Marc Kayser auf dem alten Framo bei Inga.

Quelle: Nicola Kuzmanic

Wünsdorf. Geschichten entlang der längsten Bundesstraße Ostdeutschlands hat Marc Kayser aufgeschrieben. Gerade erschien sein Buch „Große Freiheit Ost“. Von Zittau im Südosten bis nach Sassnitz auf Rügen zieht sich die mehr als 520 Kilometer lange Fernstraße, die zu DDR-Zeiten F96 hieß und heute B96 heißt. „Sie ist für Menschen, die an und mit ihr leben, ein Stück geteerte Identität“, heißt es in der Verlagsbeschreibung. Die Straße würde scheinbar Unvereinbares vereinen.

Kayser traf den letzten Schmied in Ebersbach, eine sorbische Tanzgruppe in der Oberlausitz, Berliner Originale in ihren Kleingärten, die Malerin Ina, die Werke von Armin Müller-Stahl in ihrer Galerie auf Rügen verkauft und viele andere. Er fuhr in Baruth an den Panzern des Gedenkfriedhofs vorbei, stand auf dem Ex-Militärgelände von Wünsdorf in einem Wartehäuschen, das es heute nicht mehr gibt, und versuchte zu empfinden, wie es war, als die Soldaten auf Marschrutka warteten, den Minibus.

Und Marc Kayser traf Inga. Eine Musikerin und Dekorateurin, die mit ihrem Mann bei Wünsdorf lebt. Sie will aus ihrem Grundstück an der B96 ein Schmuckstück machen, verzweifelt aber zuweilen an den vorbeidonnernden Lastwagen und Motorrädern. Auf ihrem Hof steht ein ausrangierter Framo-Pick-up aus ostdeutscher Produktion, schreibt Kayser. Das Auto fasziniert ihn. Inga erzählt, dass es ein Geschenk ihres Mannes war. Der war beim Film, das Auto spielte in einem Streifen sogar eine Hauptrolle.

Über den B96-Abschnitt im Raum Zossen sagt Kayser: „In Erinnerung geblieben ist mir vor allem der Kampf der kleinen Geschäftsleute in Wünsdorf und der Gastronomen, irgendwie zu überleben.“ Die Brüche zwischen neuer und alter Zeit seien eklatant, vor allem in Wünsdorf. Er bedaure sehr, „dass es die wunderschöne alte russische Bushaltestelle nicht mehr gibt.“

Info: „Große Freiheit Ost“, erschienen im Verlag Bild und Heimat, kostet 14,99 Euro, ISBN 978-3-95958-000-7

Von Jutta Abromeit

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