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Ingeborg Stötzer nach Unfalltod beigesetzt

Kloster Zinna verabschiedet Ortschronistin Ingeborg Stötzer nach Unfalltod beigesetzt

Die Ortschronistin von Kloster Zinna wurde am Wochenende beigesetzt. Ingeborg Stötzer war im Dezember nach einem Verkehrsunfall in ihrem Heimatort verstorben. Mehr als hundert Klosteraner gaben ihr die letzte Ehre.

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Der Trauerzug folgte am Sonnabend der Urne Stötzers.

Quelle: Peter Degener

Kloster Zinna. Ingeborg Stötzer hat sich über Jahrzehnte hinweg um ihren Heimatort Kloster Zinna verdient gemacht. Am vergangenen Sonnabend wurde die 91-Jährige im Beisein von mehr als 100 Trauergästen und ihrem ebenfalls 91 Jahre alten Ehemann Konrad auf dem Friedhof von Kloster Zinna beigesetzt. „Ingeborg Stötzer hat viel für den Ort getan, indem sie geschichtlich wichtige Unterlagen gesammelt, Antworten auf historische Fragen gefunden und alte Traditionen wiederbelebt hat“, sagt Ortsvorsteherin Gabriele Schröder (SPD) über Ingeborg Stötzers Leistungen.

Auf die Welt kam Ingeborg Stötzer mit dem Familiennamen Hönow am 3. September 1924. Neben ihrer früheren beruflichen Tätigkeit als Sekretärin im früheren Betonwerk Jüterbog nutzte sie ihr Organisationstalent vor allem, um sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich, aber sehr intensiv ihrem Heimatort zu widmen.

Ingeborg Stötzer

Ingeborg Stötzer.

Quelle: Privat

Die Tradition des Zinnaer Schul- und Heimatfest konnte sie als Straßenfest 1980 wiederbeleben. 1990 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Heimatvereins im Ort. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Konrad galt sie als „lebende Chronik“ der Ortsgeschichte und ermöglichte viele heimatgeschichtliche Veröffentlichungen mit ihrem Privatarchiv aus Dokumenten und Fotografien sowie ihren Erinnerungen. Auch Bräuche wie den Bändertanz, das Würstchenklettern sowie das Kariedeln und die Sprüche der Webergesellen bleiben durch Ingeborg Stötzer im Ortsgedächtnis erhalten. „Sie war der Geist des Vereins, wir waren oft auf sie angewiesen“, sagt Vereinsvorsitzende Ingrid Rosenzweig. „Das Friedrich-Denkmal wieder in die Ortsmitte zu bringen, war ebenfalls ein Anstoß von ihr. Daraufhin haben sich viele Bürger für dieses Ziel engagiert“, erinnert sie sich.

Am 15. Dezember war Ingeborg Stötzer beim Überqueren der Bundesstraße vor dem Webhaus von Kloster Zinna von einem Auto erfasst worden und erlag kurz darauf ihren Verletzungen im Luckenwalder Krankenhaus.

Von Peter Degener

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