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Inklusion auf kleinen Rollen

Inline-Skate-Wochenende im Fläming Inklusion auf kleinen Rollen

In Kolzenburg fand am Sonnabend das 15. Skater- und Behindertenfest statt. Dort präsentierten sich Verbände und Initiativen aus der Region. Tags zuvor fand bereits der traditionelle 100-Kilometer-Marathon auf der Fläming-Skate statt.

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Das Skater- und Behindertenfest in Kolzenburg war gut besucht.

Quelle: Lisa Blech

Kolzenburg. Das 15. Skater- und Behindertenfest begeisterte am Sonntag hunderte Besucher im Luckenwalder Ortsteil Kolzenburg. Die Veranstaltung dient traditionell als Bindeglied für Menschen mit und ohne Handicap. Obwohl der Regen am Sonntag zum Teil immer stärker wurde, konnte die freudige Stimmung der Anwesenden dadurch nicht getrübt werden.

Um das Verständnis durch gemeinsam erlebte Zeit zu stärken, wurde das Fest als Gemeinschaftsarbeit gestaltet. Der Landkreis Teltow-Fläming und die Städte und Gemeinden kooperierten mit den regionalen Behindertenverbänden und -beiräten zur Gestaltung des Programmes. Dabei halfen außerdem die Kreisverbände des DRK, der Awo und die Volkssolidarität mit. An den Ständen der Verbände konnten sich Interessierte nicht nur informieren lassen, sondern auch allerlei Spiele ausprobieren. So hatte die Volkssolidarität mit Büchsen- und Ringwerfen regen Andrang. Die Menschen dort versprühten viel gute Laune bei dem regnerischen Herbstwetter. Am Stand des Blinden-und Sehbehinderten-Verbandes erläuterte Manuela Schulz, wie der Apparat für das Blindenschrift-Alphabet funktioniert und verteilte Simulationsbrillen, um Einsicht in das Erleben von Sehbehinderten zu schaffen.

Auf der Bühne stellten sich derweil die Verbände und die Gäste vor. Andrea Gutsmann und Hans-Jürgen Goar waren mit ihren Freunden aus Wünsdorf bei Zossen nach Kolzenburg gekommen. Sie arbeiten in den Wünsdorfer Werkstätten. „Es ist ein schönes Fest. Wir werden hier mit unserer Gruppe Line Dance aufführen“, erzählte Andrea Gutsmann, die zu der Line Dance-Gruppe „Sweet Girls“ gehört. „Es gibt immer eine gute Auswahl und das Programm ist sehr schön. Die Stände sind auch gut eingerichtet und preiswerten Kuchen gibt es haufenweise“, freute sich Hans-Jürgen Goar. Er war später mit seiner Männerballett-Gruppe auf der Bühne zu sehen. Die Gruppe besteht schon seit sieben Jahren. Die Bewohner der DRK-Wohnstätte aus der Mozartstraße in Luckenwalde hatten moderne Tänze vorbereitet und sorgten bei Liedern wie „Beauty and the Beast“ sowie dem Las-Ketchup-Song für ausgelassene Stimmung.

115 Teilnehmer am 100-km-Lauf

Äußerst beliebt ist der alljährliche Skate-Marathon durch den Fläming, er fand am Sonnabend statt. Organisiert wird er durch Mitarbeiter des Sachgebietes Tourismus beim Landkreis, den Skate-Verein und den Brandenburger Sportbund. Tangiert werden dabei sechs Rundkurse. Das Motto lautet: „Durch diesen Inline-Garten rollen wir“.

Mit einem Massenstart in der Skate-Arena Jüterbog wurde der Marathon eröffnet, 100 Kilometer mussten unter die Rollen genommen werden. Freizeitsportler, denen das zu viel wurde, konnten umdrehen und aus eigener Kraft oder per Shuttlebus zurückkehren. 115 Teilnehmer aus 13 Bundesländern sowie aus Belgien sind für Madlen Hundrieser der Beweis: „Der 100-Kilometer-Marathon erfreut sich nach wie vor großer freizeitsportlicher Beliebtheit.“ Die junge Frau vom Sachgebiet Tourismus ist Mitglied des Skater-Vereins und hält die organisatorischen Fäden in der Hand.

30 Scouts sicherten die Strecke ab. Mitglieder des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald waren für die medizinische Betreuung zuständig. Für kleinere Reparaturen an den Inline-Skates fuhr ein Fahrzeug vom Sporthaus 2000 Kuhlmey Jüterbog mit. Bei der Tour wurde auch der Fläming-Campingplatz in Oehna angelaufen. Dort gab es die erste Pause und ein sportliches Frühstück zur Stärkung (Foto).

An der Strecke wurden die Enthusiasten häufig begrüßt und ob dieser Herausforderung auch bewundert.

Die Behindertengruppe der Luckenwalder Sportfüchse hatte für das Fest eine Rollstuhlsstaffel vorbereitet. „Wir machen das jedes Jahr“, berichtete Kerstin Pohle aus Luckenwalde, die Leiterin der Gruppe. „Wir haben auch noch ein Schwingtuch, bei dem Rollstuhlfahrer und Kinder gemeinsam teilnehmen können. So können Erfahrungen ausgetauscht werden.“ Die Gruppe sucht noch weitere Mitglieder , so Pohle. Die gebürtige Luckenwalderin engagiert sich schon seit einigen Jahren und baut neben den sportlichen Aktivitäten auch immer Gehirnjogging mit ein, wo beispielsweise Begriffe geraten werden sollen.

Für die körperliche Ertüchtigung und die musikalische Unterhaltung der Besucher sorgten Detlefs Discothek, die„Singdrosseln“ sowie die „Drosselküken“ aus Felgentreu. Bei den fröhlichen Klängen konnten die Anwesenden nicht umhin, die Tanzfläche ausgiebig zu nutzen.

Und natürlich gab es auch etwas gegen den kleinen und großen Hunger. Die Gäste fanden besonderen Gefallen am gut besuchten Stand mit selbst gebackenen Kuchen des Ortsvereins aus Kolzenburg. Die Gaststätte „Zum Eichenkranz“ steuerte deftige Leckereien bei.

Von Lisa Blech

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