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Inline-Skate-Camp für Ferienkinder im Fläming

Jüterbog Inline-Skate-Camp für Ferienkinder im Fläming

Sechs Wochen lang möchte der Nachwuchs im Sommer beschäftigt werden und das am liebsten an der frischen Luft oder im kühlen Nass. Für sportbegeisterte Familien ist das Fläming-Skate-Inline-Camp in Jüterbog erste Wahl. Die Kinder und Jugendlichen trainieren nicht nur das sichere Fahren auf Skates, sondern erleben so einiges mehr.

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Übung macht den Meister: Im Inline-Skate-Camp lernt der Nachwuchs von Trainern, die vor einigen Jahren noch selbst im Jüterboger Feriencamp geübt haben.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. Das Kind mit dem Namen Fläming-Skate wird langsam erwachsen. 15 Jahre ist es her, dass der erste von inzwischen acht Rundkursen fertiggestellt und eröffnet wurde. Im Laufe der Zeit sind nicht nur die verschiedenen Akteure auf und neben dem Asphalt zusammengewachsen. Unterschiedlichste Projekte und Veranstaltungen haben auch Fremde zu Freunden der Region werden lassen. Einige von ihnen treffen sich jedes Jahr im Sommer und sorgen dafür, dass die Strecken auch in Zukunft nicht leer bleiben.

Sportjugend organisiert das zehnte Camp in Jüterbog

Beim mittlerweile zehnten Fläming-Skate-Sommer-Camp im Inline-Skaten schwelgen die erfahrenen Trainer in Erinnerungen an ihre Anfangszeiten auf den kleinen Rollen und unterrichten eine Woche lang den Nachwuchs. Organisiert wird das Feriencamp von der Brandenburgischen Sportjugend. Vor Ort hat Marlen Hundrieser den Überblick. Sie ist Sachbearbeiterin für die Fläming-Skate beim Landkreis Teltow-Fläming und selbst mit Leidenschaft auf der Strecke unterwegs. „In dieser Woche soll der Spaß im Vordergrund stehen, nicht die Leistung“, erklärt sie.

Ausflüge auf Rollern

34 junge Skater nehmen in diesem Jahr am Fläming-Skate-Inline-Camp in Jüterbog teil.

2 Stunden dauert die tägliche Technikübung am Morgen, bevor die Teilnehmer zum Ausflug starten.

Gebadet wird am Mittwoch in Luckenwalde und Freitag in Jüterbog. Am Donnerstag geht es zum Flugplatz Zellendorf/Oehna. Zur Freizeit am Abend gehören eine Hundevorführung, Lagerfeuer und Slacklining.

Ganz ohne Können dürfen die acht- bis 16-jährigen Teilnehmer allerdings nicht anreisen. „Immerhin legen wir von Montag bis Freitag fast 100 Kilometer zurück“, sagt Marlen Hundrieser. Hinzu kommen Übungseinheiten auf dem Oval in der Jüterboger Arena. Denn die richtige Technik für enge Kurven und schnelles Abbremsen kann man nie genug üben. „Blessuren kommen zwar trotzdem vor“, gibt die Chefin zu, „die stammen dann aber meistens nicht vom Skaten, sondern von den Freizeitaktivitäten am Abend.“

Techniktrainig

Techniktrainig: Geübt wird sowohl das sichere Fahren ...

Quelle: Victoria Barnack

... als auch das richtige Bremsen.

Quelle: Victoria Barnack

Denn auch wenn der Name Sommer-Inline-Camp es nicht sofort vermuten lässt, werden in der Ferienwoche auch andere Sportarten betrieben – und das nicht zu knapp. Direkt am ersten Tag ging es nach Werder zum Reiten. Außerdem stehen Schwimmen, Klettern und Bogenschießen auf dem Plan. „In diesem Jahr werden wir auch zum ersten Mal Gokart fahren“, berichtet Marlen Hundrieser.

Touren zu Ausflugszielen an der Fläming-Skate

Alle Ziele der zwölf bis 24 Kilometer langen Touren, die die Kinder und Jugendlichen in diese Woche entdecken werden, liegen direkt an der Fläming-Skate. „Denn die ursprüngliche Idee war es, ein Ferienprogramm zu gestalten, wobei alle Programmpunkte von Jüterbog aus errollt werden können“, erinnert sich Marlen Hundrieser an die Entstehungszeit des Camps vor zehn Jahren.

Gezeltet wird auf dem Gelände der Skate-Arena

Gezeltet wird auf dem Gelände der Skate-Arena.

Quelle: Victoria Barnack

Inzwischen muss sie aber auch auf Abwechslung bei den Unternehmungen achten. Dass ein paar der früheren Ausflugsziele wie der Luckenwalder Hochseilgarten oder ein Maislabyrinth in Oehna nicht mehr existieren, ist nur ein zweitrangiger Grund dafür. „Wir haben 30 Prozent Wiederkommer dabei“, berichtet sie und fügt an, „mit dem Camp habe ich selbst erst so richtig gelernt, was die Region alles zu bieten hat.“

Früher Schüler – heute Trainer

Wiederholungstäter im Camp sind neben der Kinder auch einige Trainer. Vincent Reichardt war als Elfjähriger schon beim allerersten Sommer-Inline-Camp in Jüterbog dabei. Heute ist er 21 Jahre alt, hat eine Trainerlizenz und nimmt extra Urlaub, um den Nachwuchs auf Rollern zu betreuen. „Früher war ich hier , um mich im Speed Skating zu verbessern“, sagt er. Inzwischen locken ihn allerdings der Spaß und die Gemeinschaft nach Jüterbog. „Einmal im Jahr trifft man hier die alten, bekannten Gesichter und nimmt nach zehn Jahren die Knirpse entgegen, wo man sich vorher noch selbst angemeldet hat“, erzählt er stolz.

Profis machen das Speed-Skating vor

Profis machen das Speed-Skating vor.

Quelle: Victoria Barnack

Erkundet wird der Fläming während der Skaterwoche neben den Kindern und Jugendlichen auch separat von den Müttern und Vätern. „Einige Eltern geben ihr Kind bei uns ab und machen allein Urlaub in der Region“, weiß Marlen Hundrieser. Viele sportbegeisterte Erwachsenen ermöglichen es ihrem Nachwuchs so, den Sport ohne Druck korrekt zu erlenen. „Und so kommen dann alle in der Familie auf ihre Kosten“, sagt sie.

Von Victoria Barnack

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