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Innenansichten der Fliegertechnischen Schule

Altes Lager Innenansichten der Fliegertechnischen Schule

Der Fotograf Mario Wilpert dokumentiert verlassene und verlorene Orte in Berlin und Brandenburg. Für eine Ausstellung im Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager hat er Motive der „Höheren Fliegertechnischen Schule“ zusammengestellt, die seit über 20 Jahren verfällt und den meisten nur als Ruine hinter einer langen Kasernenmauer bekannt ist.

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Mario Wilpert stellt beeindruckende Innenaufnahmen der Höheren Fliegertechnischen Schule in Altes Lager aus.

Quelle: Foto: Mario Wilpert

Altes Lager. Was einen Fremden zu verlassenen oder gar verlorenen Orten – „Lost Places“ – hinzieht, ist den 21 Fotografien im Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager auf den ersten Blick zu entnehmen.

„Farbe bröckelt von den Wänden, die Glasscheiben sind längst heraus gefallen, die Gardinen wehen langsam im Wind, überall der Dreck der letzten 25 Jahre und die ewige Ungewissheit, was einem im nächsten Raum, auf der nächsten Etage, im finstren Keller oder im ewig hellen Dachboden erwartet“, sagt Mario Wilpert.

Die Zukunft dieser Stätten liegt oft im Ungewissen

Der 48-jährige Kleinmachnower hat auch in Altes Lager fotografiert. Seine Ausstellung „Lost Places“ zeigt zurzeit Bilder, die im Inneren der verlassenen „Höheren Fliegertechnischen Schule“ entstanden sind. Für Wilpert sind Gebäude „das Dauerhafteste, was Menschenhand erschaffen konnte“, die „scheinbar zeitlosen Wahrheiten gedient“ haben.

„Wo einst Soldatenstiefel die Wände wackeln ließen, haben es heute Bäume geschafft, diese einzureißen. Früher Zeugen modernster Technologie, nun Relikte längst aufgegebener Ideologien. All diese Objekte sind dem Zerfall ausgesetzt und werden nun ,Lost Places‘ genannt. Die Zukunft dieser Stätten liegt heute oft im Ungewissen“, philosophiert Wilpert.

Wilpert sucht Orte mit dem morbiden Charme des Verfalls

Wilpert sucht Orte mit dem morbiden Charme des Verfalls.

Quelle: Mario Wilpert

Eine Grundregel – man nimmt nur Fotos und Erinnerungen mit

Für die Fotografen solcher Stätten gelten aber nicht nur theoretische Grundsätze, sondern auch praktische Regeln: Man verlässt alle Orte, wie man sie vorgefunden hat und nimmt nichts mit außer seine Fotos und Erinnerungen, auch wenn man durchaus ganz greifbare Relikte wie Fahnen oder Dokumente entdeckt hat.

In anderen Ausstellungen hat Mario Wilpert seine Eindrücke der Beelitzer Heilstätten, der Abhörstation auf dem Berliner Teufelsberg oder den Verfall im aufgegebenen Vergnügungspark „Spreepark“ im Plänterwald, wo er nach eigener Aussage als einziger Fotograf der letzten Jahre legal auf das Gelände durfte, der Öffentlichkeit gezeigt.  

Die Höhere Fliegertechnische schule entstand in den 1930er Jahren

Für Altes Lager hat er bewusst nur Bilder aus dem Ort ausgewählt. Die Höhere Fliegertechnische Schule (HTS) wurde als Luftwaffenstandort Anfang der 1930er Jahre errichtet. Seit 1945 wurde sie von sowjetischen und russischen Truppen genutzt, bis diese in den 1990er Jahren abzogen. Seitdem steht die HTS leer und wird von Menschen wie Mario Wilpert mit einem Faible für den Verfall beim Sterben dokumentiert. Seine Bilder werden noch bis Ende Oktober zu sehen sein.

Von Peter Degener

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