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Teltow-Fläming Keine Chemie gegen Nonne und Forleule
Lokales Teltow-Fläming Keine Chemie gegen Nonne und Forleule
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10:20 16.04.2019
Ein Falter, der Ärger macht: Die Nonne befällt überwiegend Kiefern und frisst sie kahl. Quelle: Beate Vogel
Jüterbog

Der geplante Insektizideinsatz gegen die Nonne sowie die Forleule – beide zur Familie der Eulenfalter gehörend – ist abgesagt. Ende März hatte Funktionsförster Stephan Thrun über den möglichen Hubschraubereinsatz im Bereich der Oberförsterei Jüterbog informiert (die MAZ berichtete). Demnach war vor allem in einem 300 Hektar großen Waldgebiet bei Welsickendorf (Niederer Fläming) sowie im Bereich Dahme eine bedrohliche Ausbreitung der Insekten festgestellt worden.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg gibt jetzt allerdings Entwarnung. Der Grund: Die jüngsten Auswertungen des Monitorings zur Gefahreneinschätzung ergaben, dass der Wald nicht großflächig kahlgefressen wird. Eine chemische Bekämpfung der Schädlinge sei deshalb nicht nötig. Nichtsdestotrotz können Nadelverluste und der kleinflächige Kahlfraß nicht ausgeschlossen werden.

Akribische Suche und Zählung der Eier

Zur Untersuchung wurden in den vergangenen zwei Wochen in zahlreichen Waldbeständen Probefällungen durchgeführt. Im Anschluss wurden die Kiefernzweige von den Mitarbeitern der Oberförsterei Jüterbog akribisch nach den winzigen Eiern der Forleule abgesucht. Auch die in den Rindenschuppen abgelegten Eier der Nonne wurden aufwendig gezählt.

Anhand der Zahlen konnte die Gefährdung für die Waldbestände errechnet werden. In keinem der Bestände wurde die Gefährdung von Kahlfraß prognostiziert. Schon beim Gespräch der MAZ Ende März mit Stephan Thrun zeichnete sich ab, dass die Ergebnisse nicht so drastisch sind, wie anfangs vermutet.

Bekämpfung auf natürlichem Wege ist das Ziel

Dennoch müssen die Waldflächen weiter beobachtet werden. Auch die Gefährdung der Wälder durch den Borkenkäfer bleibt aufgrund der andauernden Hitzeperiode im vergangenen Sommer weiter hoch. Stephan Thrun und seine Kollegen fordern die Waldbesitzer deshalb schon seit Jahren zum Umdenken auf. Denn ein Insektizideinsatz sei keine optimale und vor allem keine zeitgemäße Lösung.

Ziel sei es vielmehr, die Vermehrung der Schädlinge langfristig und auf natürlichem Wege einzudämmen. Wie das geht, hatte Stephan Thrun der MAZ bereits vor wenigen Wochen erklärt. Darüber hinaus können sich Waldbesitzer aus der Region während der regelmäßig stattfindenden Seminare der Waldbauernschule Brandenburg über die Waldpflege informieren. Der nächste Schulungsdurchgang startet ab September. Mehr Infos hier.

Von Isabelle Richter

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