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Inselstübchen öffnet mit neuem Konzept

Funkenmühle Inselstübchen öffnet mit neuem Konzept

Marlies Konzack hat sich für Funkenmühle entschieden. Nach vierjähriger Auszeit für die Seele hat die gestandene Gastronomin ihr Restaurant nun unter dem neuen Namen „Art Café Inselstübchen“ wiedereröffnet. Hier möchte sie jeden Gast verwöhnen, eigene Bilder ausstellen und sich auf diese Weise selbst möglichst viel Gutes tun.

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Klein, fein und sehr familiär. Marlies Konzack vor ihrem „Art Café Inselstübchen“ in Funkenmühle.

Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)

Funkenmühle. Gäste bewirten am Wolziger See. Gute Gespräche führen. Sich Zeit zum Malen gönnen. Kreativ und mit sich selbst im Einklang sein. Diese Gründe bewogen Marlies Konzack, ihr vormaliges Restaurant als „Art Café Inselstübchen“ in Funkenmühle nach vierjähriger Auszeit wieder zu eröffnen.

„Weil mir die Seele diese lange Schonfrist verordnete, konnte ich runterfahren und mich daran erinnern, warum ich eigentlich hier bin“, sagt Marlies Konzack. Hier, wo alles nach Kindheit duftet und an freundliche Nachbarn erinnert. 1996 fing alles an: Die Nachbarn brauchten eines Tages einen festen Platz, wo sie sich sammeln konnten. Deshalb ließen sich Marlies Konzacks Eltern und sie dazu überreden, das „Inselstübchen“ zu eröffnen. Im selben Jahr übernahm sie das Hotel „Seeblick“ in Klausdorf. „Das haben wir voriges Jahr verkauft.“ Auch das von ihrer Großtante in Bad Harzburg übernommene und betriebene Hotel „Berliner Bär“ werde nun abgewickelt. Irgendwann müsse man eine Entscheidung treffen, wie man weiter leben möchte. „Ich habe verstanden, dass ich nach Funkenmühle gehöre“.

Für die Entscheidungsfindung war die Malerei wichtig. „Ich wollte ja mal Kunst studieren. Also dachte ich mir, erfüllst du dir in der Auszeit deinen Traum und malst“. Eine gute Freundin vermittelte den Kontakt zu dem Dabendorfer Maler Jürgen Melzer. Der ermutigte Marlies Konzack, sich ihren Jugendtraum zu erfüllen. Mit Erfolg. Davon zeugen Aquarelle, ein druckfrischer Kunstkalender im Art Café und bald die erste eigene Ausstellung in Berlin.

„Hätte die Pause nur ein Jahr gedauert, wäre alles wieder von vorne losgegangen“, ist sich Marlies Konzack ganz sicher. Beispielsweise wären am Herrentag Hunderte Gäste auf das Grundstück geströmt. So einen Trubel wollte sie nie mehr haben. Also beschloss sie, alles ganz anders zu machen. Nun stehen „Kunst, Kultur & Köstlichkeiten“ für ein gemütliches Restaurant mit 15 Plätzen, das bei schönem Wetter draußen weitere Sitzgelegenheiten bietet. „Wenn ich für meine Gäste koche und den Tisch decke, mache ich das wie für mich selbst“. Was gekocht wird, kommt auf den Tisch.

Lust und Laune bestimmen den Speiseplan, in dem Omas Lieblingsbraten und Eintöpfe eine feste Größe sind. „Manchmal wissen die Leute nicht, ob sie eine oder zwei Rouladen möchten. Dann stelle ich ihnen einfach die Terrine auf den Tisch und sage, dass wir nach dem Essen abrechnen. Und dann ist es gut.“ Manchmal bleibt die Küche kalt, gibt es Aal, den Fischer Andreas Schulz im Wolziger See gefangen und anschließend geräuchert hat. „Kaffee bereite ich nicht in der italienischen oder deutschen Kaffeemaschine zu, sondern den brühe ich natürlich selbst auf“.

Marlies Konzack möchte jeden Gast verwöhnen und darüber nicht vergessen, sich selbst gutzutun. In Funkenmühle könne man in stiller Schönheit malen, eine Feuerschale anzünden, den Alltag ausblenden. „So einen Ort brauchen die Menschen. Ich brauche ihn ja auch.“

Von Frank Pechhold

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