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Teltow-Fläming Inspektionstour an Gräben und Schöpfwerken
Lokales Teltow-Fläming Inspektionstour an Gräben und Schöpfwerken
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11:20 12.04.2016
Frank Vogel von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Teltow Fläming sowie Heiko Tesch und Torsten Woitke vom WBV (v.l.) am ehemaligen Schöpfwerk Zülow Süd. Das Schöpfwerk wird abgebaut. Quelle: Laude
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Rangsdorf

Es riecht recht muffig am Zülowkanal bei Rangsdorf. „Elementarer Schwefel“, erkennt Frank Vogel von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Teltow-Fläming. Letztlich eine Folge der Zersetzung von Laub, ein natürlicher Vorgang also, kein Grund zu Befürchtungen, dass irgendwo eine illegale Abwasserleitung in den Kanal führt.

Der Zülowkanal war am Montag eines der Ziele bei der Gewässerschau des Wasser- und Bodenverbandes (WBV) Dahme-Notte. Gewässerschauen finden jedes Jahr im Frühjahr statt. WBV-Geschäftsführer Torsten Woitke sagte im Rückblick auf 2015: „Das Jahr ist relativ ruhig verlaufen.“ Das ist nicht immer so. Wenn sehr viele Niederschläge fallen, stehen beim Verband die Telefone kaum still, weil in zahlreichen Häusern die Keller volllaufen. Aber 2015 war es zeitweise unterdurchschnittlich trocken, da führten manche Gräben kein Wasser. Der Verband hat das genutzt, um zum Beispiel in Zeuthen Grundräumungen vorzunehmen. In Glasow wurden Ufer mit Holzpfählen befestigt.

Verband unterhält 1000 Kilometer Wasserläufe

Der Verband ist für den Unterhalt von mehr als 1000 Kilometern Wasserläufe zuständig, die zum größten Teil in den Altkreisen Zossen und Königs-Wusterhausen liegen. Auch die Regenwasserableitung vom Flughafen Schönefeld geht ins Verbandsgebiet. Es gilt, Staue, Wehre, Schöpfwerke und Schleusen zu betreuen, und zwar unabhängig davon, wem die betroffenen Grundstücke gehören. Frank Vogel hat massenhaft Fälle auf dem Tisch, in denen es im Zusammenhang mit Grundflächen und Rohrleitungen um strittige Eigentumsfragen geht. Die Grundeigentümer und -nutzer sind gesetzlich verpflichtet, die Randstreifen der Gewässer so zu bewirtschaften, dass wasserwirtschaftliche und ökologische Gewässerfunktionen nicht beeinträchtigt werden. Manchmal gibt es trotzdem Zäune, die die Böschungsmahd – die sogenannte Krautung – erschweren. Die Krautung wird von Land aus vorgenommen, aber auch mit Booten vom Wasser aus, wenn genug davon vorhanden ist. Problematisch sind die Arbeiten dort, wo etwa parallel zu einer Straße erst ein Graben verläuft und dann ein Radweg. Radwege können nicht mit schwerer Technik überquert werden.

Vielen gründlich in Ordnung gebrachten Böschungen sieht man die Pflege recht bald nicht mehr an, Schuld sind Wildschweine. Sie wühlen gern an den Ufern. Aber auch Hunde können, wie die Verbandsexperten festgestellt haben, sichtbare Schäden anrichten, vor allem wenn sie gleich im halben Dutzend aus einem Transporter springen um ausgeführt zu werden.

Schöpfwerk Zülow West wird abgerissen

Zu den größeren Arbeiten im Verbandsgebiet gehört der Abriss des ehemaligen Schöpfwerks Zülow West. Dort sind nur noch die Grundmauern zu sehen. 40 solcher Schöpfwerke gab es einmal. Jetzt arbeiten noch drei; sie befinden sich in Ortslagen. Es besteht kaum noch Bedarf an den elektrisch betriebenen Anlagen, weil sie zu teuer sind. Auch wenn sie nur wenig laufen, entstehen Kosten. Anstelle des Schöpfwerks Zülow West wird dort ein Stahlrohr mit einem großen maulförmigen Profil verlegt. Es kann später von Fischen passiert werden, besser als das durch Betonrohre mit Kreisprofil möglich ist. Auch in der Nähe eines alten Wehres am Zülowkanal ist der hohe Stellenwert des Umwelt- und Naturschutzes sichtbar. Dort wurde vor anderthalb Jahren eine Fischtreppe fertiggestellt. Es handelt sich um eine Ausgleichsmaßnahme für den Flughafenbau.

Info: Die Gewässerschau am Montag betraf nur den Bezirk Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf. Weitere Gewässerschauen sind für 13., 15. und 18. April angesetzt. Betroffene haben die Möglichkeit, an den Sitzungen teilzunehmen. Nähere Informationen: www.bdv-dahme-notte.de

Von Stephan Laude

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