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Teltow-Fläming Integration durch sportliches Fairplay
Lokales Teltow-Fläming Integration durch sportliches Fairplay
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04:39 16.10.2017
Doppelte Freude bei der „Krabben Crew“: Die Jungs schnappten sich den 2. Platz und konnten obendrein den Fairplay-Pokal mit nach Hause nehmen. Quelle: Gudrun Ott
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Dabendorf

Etwa 50 Kinder und Jugendliche trafen sich am Freitagabend in der Dabendorfer Sporthalle zum Hallenfußball. Eingeladen hatte die Brandenburgische Sportjugend. Sie war vertreten durch Jonas Weber vom Straßenfußballprojekt und dem Engländer Alexei Williams, Europäischer Freiwilliger beim Straßenfußball. Die jüngsten Spieler waren 13 Jahre alt, der älteste Spieler war mit 27 Jahren Johannes Geppert aus Nächst Neuendorf. Der leidenschaftliche Kicker wies auf das Regelwerk des Straßenfußballs hin: „Bei diesem Teamsport zählt das Fairplay mehr als Tore.“

Es geht um Toleranz

So gab es auch in Dabendorf neben der sportlichen eine Fairplay-Wertung. „Beim Straßenfußball geht um Toleranz, es gibt keine Schiedsrichter“, sagte Jonas Weber. Pokale standen für die drei besten Mannschaften bereit, ein vierter Pokal wurde der Mannschaft verliehen, deren Spiel am fairsten und deren Verhalten am tolerantesten war.

Eigentlich sollten in Dabendorf sieben Mannschaften antreten. Eine geplante Mannschaft aus unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kam mangels Teilnehmer nicht zustande. Sozialarbeiterin Christin Heinrich aus Mittenwalde vom Verein „Grenzläufer hatte lediglich den Afghanen Bazmohammad M. mitbringen können. „Die anderen Jungs aus der Wohngemeinschaft haben am Wochenende Punktspiele und wollen sich ausruhen“, so Heinrich. Der 17-jährige Bazmohammad, der seit zwei Jahren in Deutschland, lebt und im Fußballverein „Eintracht 1910 Königs Wusterhausen“ spielt, hatte sich gut vorbereitet und wurde von der Mannschaft „Street Kicker“ aus Storkow aufgenommen.

Stolz auf Spieler

Stolz auf diese Geste seiner Jungs war der Mannschaftsbetreuer und Leiter des Jugendclubs „Sport- und Freizeitoase“ Andreas Provezza. Der Sozialarbeiter war mit zehn Spielern und zehn Fans angereist. „Wir konnten zwar keinen Preis holen, aber ich bin mit meinen Jungs sehr zufrieden“, sagte der 56-Jährige, der sich seit 25 Jahren in der Storkower Jugendarbeit engagiert. Achmed Kögel, Betreuer der „FC Masters“ aus Zossen, die aus dem Turnier als Gewinner hervorgingen, lobte das gute Spiel seiner Mannschaft. Daumen gedrückt und ihre Söhne Lukas und Finian angefeuert, hatte Silvia Schnittler. Sie habe gefühlt, dass die Mannschaft gewinnen werde. Lukas war der Torhüter der Mannschaft, weil er zu faul sei zum Laufen, wie er grinsend erklärte. „Obwohl er laufen kann, Alter“, bemerkte Phillip Dziallast, und behauptete Fußball sei sein Leben. Ganz locker schoss der Kleinste der Mannschaft eines von den meist umjubelten Toren. Den zweiten Platz belegte die „Krabben Crew“. Weitere Mannschaften waren der „1. FC Union Töpchin“, die „1. FC Kreisliga“ aus Wünsdorf und der „FC Kurdistan“. Letzterer wurde betreut von Nijrvan Mamo, von Beruf Anästhesist und seit einem Jahr in Deutschland. Mitorganisator des Hallenfußballturniers war Andreas Blömeke. Der Jugendarbeiter des DRK-Jugendclubs „Phönix“ zog ein positives Fazit. Bereits 2016 hatte der Wünsdorfer Jugendclub mit der Brandenburgischen Sportjugend erfolgreich eine Straßenfußball-Meisterschaft veranstaltet.

Von Gudrun Ott

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