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Teltow-Fläming Integrationsbeauftragte sucht Laienlehrer
Lokales Teltow-Fläming Integrationsbeauftragte sucht Laienlehrer
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00:20 15.12.2015
Nicht alle Asylbewerber können einen Deutschkurs absolvieren . Die Stadt Luckenwalde sucht deshalb jetzt freiwillige Lehrer. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Jetzt hat auch die Stadt Luckenwalde eine Integrationsbeauftragte. Seit dem 1. Dezember ist Anke Habelmann im Rathaus angestellt. Sie soll sich um die Belange der vielen Flüchtlinge und Asylbewerber kümmern, die in der Stadt untergebracht sind oder hier schon einen festen Wohnsitz gefunden haben.

Selber kommt Anke Habelmann aus Brück im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Um sich erst einmal einen Überblick über die Flüchtlingssituation in Luckenwalde zu verschaffen, hat sie die drei Übergangswohnheime besucht. Am Montag stellte sich die neue Mitarbeiterin den Stadtverordneten vor und kündigte an, unter anderem Deutschkurse für Ausländer ins Leben zu rufen.

Anke Habelmann Quelle: Hartmut F. Reck

Diesen Vorschlag konkretisierte Anke Habelmann am Mittwochabend bei der Informationsveranstaltung „Flüchten nach Luckenwalde – Zuflucht in Luckenwalde“ im Kreistagssaal. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, sagte sie dort. Das klingt zwar ein bisschen nach Binsenweisheit, aber Habelmann hat am eigenen Leib erlebt, wie es sich anfühlt, ein Ausländer zu sein. „Ich war mehrere Jahre im Ausland“, berichtete sie, „ich war fremd und einsam. Nur über die Sprache habe ich es geschafft, Kontakt zu den Einheimischen zu knüpfen.“

Deshalb engagiert sich Anke Habelmann schon seit einiger Zeit in ihrer Heimatgemeinde Brück ehrenamtlich in der Integrationsarbeit. Dort gibt es 3700 Einwohner und ein Übergangswohnheim mit 378 Flüchtlingen. Für 337 von ihnen gebe es keine Sprachkurse, weil diese nur in Abhängigkeit vom Aufenthaltsstatus zugeteilt würden, sagt Habelmann. Aber auch diejenigen Asylbewerber, die von offizieller Seite keinen Deutschkurs angeboten bekämen, müssten sich in dem für sie fremden Land zurechtfinden und zumindest ein Minimum an Kommunikationsfähigkeit erwerben. Außerdem würden sie dadurch auch beschäftigt und kämen mal raus aus den Übergangs- oder Notunterkünften.

„Die Flüchtlinge leben auf engem Raum, kennen unsere Kultur und Verhaltensweisen nicht“, sagt Habelmann. Deutschkurse könnten helfen, dies zu ändern. So hätten sich in Brück zehn Freiwillige zusammengefunden, die seit September Sprachkurse für alle interessierten Asylbewerber geben, ganz unabhängig von deren Aufenthaltsstatus.

„Man muss kein gelernter Deutschlehrer sein“, sagt Anke Habelmann im Hinblick darauf, dass sie nun auch in Luckenwalde Deutschkurse für Ausländer organisieren will. In Brück waren es Studenten, Künstler, ein Biologielehrer, Büroangestellte und ein Berufskraftfahrer. Mit dem Lehrbuch „Deutschkurs für Asylbewerber“, das von Deutschlehrern erarbeitet wurde, lernen die Flüchtlinge die wichtigsten Dinge, um den Alltag in Deutschland zu meistern, sei es beim Einkaufen, beim Arztbesuch, und sich selber, die Familie und seinen Beruf vorzustellen.

Interessierte Laienlehrer lädt Anke Habelmann für Donnerstag, den 17. Dezember, um 17 Uhr in die Bibliothek im Bahnhof zu einer ersten „Lehrerkonferenz“ ein. Man kann sich auch direkt an sie wenden unter 0 33 71/6 72-2 18 oder unter fluechtlingskoordination@luckenwalde.de.

Von Hartmut F. Reck

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