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Investitionen in die Zukunft äthiopischer Kinder

Rangsdorf Investitionen in die Zukunft äthiopischer Kinder

Der Verein Hilfswaise hat am Wochenende im Evangelischen Gemeindezentrum in Rangsdorf über seine Arbeit in Äthiopien berichtet. Drei Vereinsmitglieder haben vor kurzem die von dem Verien finanzierten Waisenhäuser besucht.

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Erdmute Krafft, mit äthiopischem Hut, freut sich über den Besuch von Ilian (l.) und Dennis.

Quelle: Andrea von Fournier

Rangsdorf. „Bewegte und bewegende Bilder aus Äthiopien“ hat der Verein Hilfswaise seinen Vortrag genannt, mit dem er am Wochenende im Evangelischen Gemeindezentrum in Rangsdorf die diesjährige Fahrt von drei Vereinsmitgliedern in das afrikanische Land dokumentiert hat. Unter den Gästen waren auch fünf Schulkinder. „Sie sollen mitbekommen, wie es anderen Kindern geht und auch das schätzen lernen, was sie haben“, sagte die Mutter von Ilian und Dennis, die aus Mahlow anreisten. Aus der Arbeit der dortigen Evangelischen Grundschule kannte sie das Engagement des Rangsdorfer Vereins, der drei Waisenhäuser in Äthiopien unterstützt.

230 Kinder und Jugendliche leben in den Waisenhäusern

Erdmute Krafft, die Vereinsvorsitzende, hielt einen Vortrag mit Bildern und Videos, die im Februar in den drei Häusern entstanden. Über 230 Kinder und Jugendliche leben dort mit Unterstützung deutscher Paten, werden versorgt, gehen zur Schule und werden auf das Erwachsensein in ihrem Land vorbereitet.

Keine Werbung mit dramatischen Bildern

Erdmute Krafft führte bereits vor ihrem Vortrag Gespräche mit Zuhörern, die oft Details aus den Waisenhäusern und von bestimmten Aktionen erfahren wollten. „Ich mache keine Werbung mit dramatischen Bildern, ich will die schönen Seiten unserer Arbeit zeigen“, sagte die Vereinsvorsitzende. Sie wolle zeigen, dass man, wenn man nur ein wenig abgibt, viel helfen kann. Zu einer Zeit, in der Flucht auch in Deutschland eine Rolle spielt, war es spannend zu verfolgen, auf welch fruchtbaren Boden gezielte Hilfe in den Heimatländern der Flüchtenden fällt. Die jungen Leute, die die Waisenhäuser Melka Jebedu, Sebeta und Harar verlassen, gehen in die Ausbildung oder zum Studium und wollen in ihrer Heimat leben. Dass ein ehemaliges Kind aus einem der Waisenhäuser heute Sekretärin in einem der anderen ist, ist keine Ausnahme.

Fotos und Videos zeigen fröhliche Kinder

Die Fotos und Videos zeigten fröhliche Kinder in ihrem Alltag und Projekte, die 2016 von Spenden in den Häusern in Angriff genommen wurden. Der Verein dokumentierte den Verbleib der Gelder für Hochwasserschutz, zum Bau eines Tiefbrunnens, in Küche oder Toilettenhaus. Der Ausbau eines Gebäudes zu einem Kindergarten als Angebot an das Dorf bringt Einnahmen für das Waisenhaus, genauso wie der Verkauf gewebter oder landwirtschaftlicher Produkte. Die Bildung der Kinder und Hilfe zur Selbsthilfe sind die wichtigsten Ziele des Vereins. Inzwischen werden einige Lehrer und Mitarbeiter bezahlt, um den Erhalt der Häuser zu sichern.

Die Besucher berührte das zufriedene, fröhliche Wesen der jungen Äthiopier selbst bei schwerer Arbeit wie Holzhacken, Teigkneten oder Baumpflanzung, und die unbeschreibliche Ausgelassenheit, als die mitgebrachten Fußbälle und Drachen in Besitz genommen wurden.

Von Andrea von Fournier

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