Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Investitionsbedarf bei der Feuerwehr
Lokales Teltow-Fläming Investitionsbedarf bei der Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 27.06.2015
Einsatz der Trebbiner Feuerwehr im März. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Trebbin

883 000 Euro hat die Stadt Trebbin seit 2009 in die Beschaffung von Fahrzeugen für die Freiwillige Feuerwehr investiert, dennoch besteht Nachholbedarf. Diese Bilanz zog Stadtbrandmeister Silvio Kahle am Montag im Bauausschuss. Dort berichtete er über den Stand beim sogenannten Gefahrenabwehrbedarfsplan.

Als taktische Maßnahme zur Umsetzung des Planes wurde die Feuerwehr in den vergangenen Jahren komplett neu strukturiert. Die 13 einzelnen Wehren wurden in vier Zügen zusammengefasst, bleiben aber in ihrer Autonomie erhalten. Dadurch konnte laut Kahle die Ausbildung verbessert und jeder Zug taktisch gleichwertig ausgestattet werden. „Die Alarmierung erfolgt jetzt zugweise, das bedeutet mehr Erfahrung bei den Einsätzen“, sagte der Stadtbrandmeister, „außerdem gibt es eine klarere Führungsstruktur.“

Als „große Baustelle“ bezeichnet Kahle den überalterten Fahrzeugpark. Zwar konnte für Trebbin ein Löschfahrzeug „HLF 20/16“ für 330 000 Euro angeschafft werden, das zur Hälfte gefördert wurde, dennoch gebe es an anderen Stellen Engpässe. So müsse die Drehleiter in Glau ersetzt werden (Kosten: 120 000 Euro), „ein neues Löschfahrzeug für Stangenhagen steht noch gänzlich in den Sternen“, sagte Kahle. Günstiger sieht es mit der Ausstattung im dritten und vierten Zug aus.

Die Trebbiner Feuerwehr

Die Stadt Trebbin und ihre Ortsteile verfügen über 13 freiwillige Feuerwehren in vier Zügen.

451 Kameraden sind Mitglieder in der Feuerwehr, davon 260 aktive Einsatzkräfte. Die anderen gehören zur Jugendfeuerwehr beziehungsweise zur Altersabteilung.

Jeder Kamerad wird im Einsatzfall mobilfunkgestützt alarmiert, also über sein Handy.

In jeder Feuerwehr gibt es mindestens eine ausgebildete Führungskraft.

Am 1. Juni wurde in der Feuerwehr der Digitalfunk in Betrieb genommen.

Baulich gibt es viel zu tun. „An acht von 13 Standorten ist der Zustand der Feuerwehrhäuser unbefriedigend“, sagte er. So müsse in Trebbin und Schönhagen ein neues Feuerwehrgerätehaus und in Klein Schulzendorf eine Fahrzeughalle gebaut werden.

Ob man mit der Nachwuchsgewinnung zufrieden sein kann, wollte Paul Schuchardt (UFW) wissen. „Jein“, schätzt Silvio Kahle ein und erklärte: „Wir investieren oft viel Zeit in die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und dann ziehen viele von ihnen im Alter von 18 Jahren weg.“

Allerdings funktioniere in der Trebbiner Wehr der Übergang von der Jugend in die Einsatzabteilung gut. „Auch das Angebot für die AG Feuerlöscher und die Kinderfeuerwehren wird gut angenommen“, sagte Kahle.

Peter Mann (SPD) wollte wissen, ob die Kameraden im Einsatzfall problemlos von ihren Arbeitgebern freigestellt werden. „Erstaunlicherweise funktioniert das bei kleinen Betrieben wunderbar, bei den größeren gibt es Schwierigkeiten“, antwortete Kahle.

Von Elinor Wenke

Teltow-Fläming Produktionstourismus im Mercedes-Werk Ludwigsfelde - Die neue Art Autos zu bauen

Vom Wackelkandidaten zum Vorzeigebetrieb: Autobauer aus der ganzen Welt reisen heutzutage nach Ludwigsfelde, um im Mercedes-Werk zu sehen, wie intelligente Produktion funktioniert. Die hatte Ex-Werkleiter Michael Bauer zusammen mit der Belegschaft und der Uni Cottbus-Senftenberg entwickelt.

27.06.2015

Die Stadt Jüterbog kämpft gemeinsam mit dem Antragsteller um die Genehmigung der Paintball-Anlage auf dem Schießgelände am Damm. Auflagen der Forst- und der Naturschutzbehörde zu Aufforstung und Eidechsenschutz stehen der Investition entgegen. Die Stadt sieht den touristischen Nutzen und mobilisiert Kommunalpolitiker, damit dass Vorhaben nicht scheitert.

26.06.2015
Teltow-Fläming Neuer Etatentwurf 2015 mit gekürztem Millionen-Kredit für Gesamtschule - Tauziehen um Haushaltsentwurf in Zossen

Seit Monaten liegen die Stadt Zossen und die Kommunalaufsicht des Landkreises Teltow-Fläming im Clinch. Knackpunkt ist der millionenschwere Kredit für den Neubau der Dabendorfer Gesamtschule. Nun liegt aus Sicht von Bürgermeisterin Michaela Schreiber ein tragfähiger Kompromissvorschlag auf dem Tisch.

26.06.2015
Anzeige