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Investitionsbedarf bei der Feuerwehr

Trebbins Stadtbrandmeister Silvio Kahle zur Ausstattung der Brandschützer Investitionsbedarf bei der Feuerwehr

Fast 900 000 Euro hat die Stadt Trebbin seit 2009 in die Beschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehr investiert. Dennoch besteht Nachholbedarf. Dies betrifft vor allem die Fahrzeuge und die Gerätehäuser in den Ortsteilen.

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Einsatz der Trebbiner Feuerwehr im März.

Quelle: Julian Stähle

Trebbin. 883 000 Euro hat die Stadt Trebbin seit 2009 in die Beschaffung von Fahrzeugen für die Freiwillige Feuerwehr investiert, dennoch besteht Nachholbedarf. Diese Bilanz zog Stadtbrandmeister Silvio Kahle am Montag im Bauausschuss. Dort berichtete er über den Stand beim sogenannten Gefahrenabwehrbedarfsplan.

Als taktische Maßnahme zur Umsetzung des Planes wurde die Feuerwehr in den vergangenen Jahren komplett neu strukturiert. Die 13 einzelnen Wehren wurden in vier Zügen zusammengefasst, bleiben aber in ihrer Autonomie erhalten. Dadurch konnte laut Kahle die Ausbildung verbessert und jeder Zug taktisch gleichwertig ausgestattet werden. „Die Alarmierung erfolgt jetzt zugweise, das bedeutet mehr Erfahrung bei den Einsätzen“, sagte der Stadtbrandmeister, „außerdem gibt es eine klarere Führungsstruktur.“

Als „große Baustelle“ bezeichnet Kahle den überalterten Fahrzeugpark. Zwar konnte für Trebbin ein Löschfahrzeug „HLF 20/16“ für 330 000 Euro angeschafft werden, das zur Hälfte gefördert wurde, dennoch gebe es an anderen Stellen Engpässe. So müsse die Drehleiter in Glau ersetzt werden (Kosten: 120 000 Euro), „ein neues Löschfahrzeug für Stangenhagen steht noch gänzlich in den Sternen“, sagte Kahle. Günstiger sieht es mit der Ausstattung im dritten und vierten Zug aus.

Die Trebbiner Feuerwehr

Die Stadt Trebbin und ihre Ortsteile verfügen über 13 freiwillige Feuerwehren in vier Zügen.

451 Kameraden sind Mitglieder in der Feuerwehr, davon 260 aktive Einsatzkräfte. Die anderen gehören zur Jugendfeuerwehr beziehungsweise zur Altersabteilung.

Jeder Kamerad wird im Einsatzfall mobilfunkgestützt alarmiert, also über sein Handy.

In jeder Feuerwehr gibt es mindestens eine ausgebildete Führungskraft.

Am 1. Juni wurde in der Feuerwehr der Digitalfunk in Betrieb genommen.

Baulich gibt es viel zu tun. „An acht von 13 Standorten ist der Zustand der Feuerwehrhäuser unbefriedigend“, sagte er. So müsse in Trebbin und Schönhagen ein neues Feuerwehrgerätehaus und in Klein Schulzendorf eine Fahrzeughalle gebaut werden.

Ob man mit der Nachwuchsgewinnung zufrieden sein kann, wollte Paul Schuchardt (UFW) wissen. „Jein“, schätzt Silvio Kahle ein und erklärte: „Wir investieren oft viel Zeit in die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und dann ziehen viele von ihnen im Alter von 18 Jahren weg.“

Allerdings funktioniere in der Trebbiner Wehr der Übergang von der Jugend in die Einsatzabteilung gut. „Auch das Angebot für die AG Feuerlöscher und die Kinderfeuerwehren wird gut angenommen“, sagte Kahle.

Peter Mann (SPD) wollte wissen, ob die Kameraden im Einsatzfall problemlos von ihren Arbeitgebern freigestellt werden. „Erstaunlicherweise funktioniert das bei kleinen Betrieben wunderbar, bei den größeren gibt es Schwierigkeiten“, antwortete Kahle.

Von Elinor Wenke

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