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Teltow-Fläming Investor für Brache am Lehnschulzenhaus gefunden
Lokales Teltow-Fläming Investor für Brache am Lehnschulzenhaus gefunden
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00:17 11.09.2016
Das Lehnschulzenhaus in Prieros soll abgerissen werden, um an gleicher Stelle ein „hotelähnliches“ Pflegeheim zu errichten. Quelle: Peter Degener
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Prieros

Nach jahrelangen vergeblichen Ausschreibungen und Investitionsbemühungen gibt es seit Dienstag Hoffnung für die Brache rund um das Lehnschulzenhaus von Prieros in Heidesee. Der Berliner Rechtsanwalt und Immobilienentwickler Thomas Zethin stellte sich mit einem umfassenden Konzept für ein Pflegeheim der Öffentlichkeit vor – und die Gemeindevertreter verkauften das kommunale Grundstück anschließend.

Vor der Präsentation erinnerte Heidesees Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos) daran, dass sich in den vergangenen 18 Jahren eine ganze Reihe von Investoren in der Gemeinde vorgestellt hatten, aber stets an der Finanzierung gescheitert waren. Sogar der Denkmalschutz für Teile des Lehnschulzenhauses war als Entgegenkommen für Investoren vor Jahren aufgehoben worden.

Pläne klingen verlockend

Die Pläne von Thomas Zethin klingen verlockend: Als geschäftsführender Gesellschafter der „Deutsche Seniorenresidenz Gmbh“ (DSR) aus Berlin wolle er neun bis zehn Millionen Euro investieren und nach aktueller Planung 122 Pflegeheimplätze sowie 14 weitere Plätze im Bereich betreutes Wohnen schaffen. Rund 90 Arbeitsplätze würden entstehen.

Der Hamburger Architekt Gunther Staack hat mit der DSR bereits sechs ähnliche Projekte realisiert. In Prieros hat Staack eine Doppel-T-Anlage mit einem ländlich wirkenden, geneigten Satteldach und hellem Putz entworfen. „Es gibt einen großen Einfahrtshof und einen weiteren Gartenhof zu den Landschaftsauen hin. Mit Rezeption, Café und einem kleinen Restaurant ist das eine hotelähnliche Anlage“, beschreibt Staack der MAZ die Grundidee. Während zur Straße das Pflegeheim errichtet werde, solle zur Dahme hin ein kleiner Park gestaltet werden. Der Bebauungsplan sieht dort einen öffentlichen Uferweg vor.

Als Betreiber sieht Zethin die Deutsche Pflege und Wohnen AG (DPUW) vor, die im Osten Deutschlands über 20 ähnliche Anlagen betreibt. Das Pflegeheim in Prieros wäre allerdings das erste Standbein im Land Brandenburg. Neben ambulanter Pflege und Tagespflege will der Betreiber für jede Pflegestufe Plätze bereithalten. Laut Zethin handele es sich um „keinen Luxusbetreiber“.

Sehr seriöser Eindruck

„Viele kamen an, hatten uns schon gedruckte Prospekte gezeigt und bauten dann bloß Luftschlösser. Dieser Investor macht einen sehr seriösen Eindruck und wir hoffen, dass es diesmal etwas wird“, sagt Prieros’ Ortsvorsteher Kersten Haase. Bürgermeister Nimtz teilt die Einschätzung des Ortsvorstehers. „Zethin macht den Eindruck, dass er das umsetzen wird“.

Im nicht-öffentlichen Teil stimmten die Gemeindevertreter nach der Präsentation dem Verkauf des über 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks an die DSR einstimmig zu. Der Verkaufspreis liegt laut Nimtz „über dem Wertgutachten“, das vor Jahren einen Preis von 140 000 Euro ermittelt hatte. Mit dem Beschluss könnte im Oktober der Kaufvertrag notariell beurkundet werden. Bis dahin will Zethin wiederum den Pachtvertrag mit dem künftigen Betreiber schließen und den Bauantrag stellen. „Ich würde mich freuen, wenn wir in zwei Jahren Eröffnung feiern können“, sagte er. Das alte Lehnschulzenhaus wird die Neubebauung nicht überstehen und nach jahrelangem Leerstand abgerissen.

Von Peter Degener

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