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Teltow-Fläming „Irischer Heuschrecke“ Supermarkt verwehrt
Lokales Teltow-Fläming „Irischer Heuschrecke“ Supermarkt verwehrt
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20:47 13.09.2017
Um dieses Ludwigsfelder Gelände in attraktiver Lage geht es: links stand das Fiat-Autohaus, hinten war die Gaststätte „Rosengarten“, rechts der alte Netto-Markt. Nun soll hier ein neues Wohnquartier entstehen. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Die Spekulationen und Gerüchte um das Gelände des früheren Fiat-Autohauses und der Gaststätte „Rosengarten“ in Ludwigsfelde sind zu Ende: Mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstagabend wollte die Stadt Transparenz schaffen und erklären, was dort passiert, so Sachgebietsleiterin Kristin Bös.

Nach einer Veränderungssperre 2016 bringt die Stadt für das rund 1,2 Hektar große Areal zwischen Potsdamer, Donau- und Rheinstraße nun einen Bebauungsplan auf den Weg. Das heißt: Sie schafft Baurecht und bestimmt die Auflagen für eigene Vorstellungen. In diesem Fall soll das am Rand des Flussviertels ein neues Quartier für 150 bis 170 Mieter sein. Neue Gebäude dürfen nur als Staffelgeschosse gebaut werden; sie sollen die bisherige Siedlung gegen den Lärm der Potsdamer Straße abschirmen und einen Übergang von den Fünfgeschossern an der Donaustraße zu den Eigenheimen an der Rheinstraße bilden. Außerdem ist wegen der im Stadtteil West ohnehin angespannten Parkplatzsituation eine zentrale Tiefgarage, die mit Erde bedeckt sein muss, Bedingung für einen potenziellen Investor. Denn selbst fehlt dem Zuzugsort das Geld zum Bauen.

Tankstelle kann bleiben

Die zweite große Lärmquelle im Quartier, die Jet-Tankstelle, hat Bestandsschutz. Direkt daneben entstehende Wohnungen müssen zusätzliche Lärmdämmung bekommen. Der Eigentümer hatte einen Supermarkt bauen wollen. Doch damit wäre der Stadt Konkurrenz zu den Ludwig-Arkaden entstanden, ihrem gerade gebauten Zentrum.

In die Gaststätte „Rosengarten“ kehrten die Ludwigsfelder, Bauleute udn Vereine gern ein – sie hatte ab 7.30 Uhr geöffnet. Quelle: Jutta Abromeit

Architekt Thilo Türke hatte in den zurückliegenden Monaten im Auftrag des Eigentümers die Gespräche mit der Stadt geführt. „Keineswegs einfache“, wie er am Dienstagabend sagte. Und er erklärt: „Jetzt wissen alle Beteiligten aber erst mal, woran sie sind. Ich denke, alle Seiten können zufrieden sein.“ Für ihn sei ein Bebauungsplanverfahren das demokratischste Instrument, die Interessen der gesamten Gesellschaft zu wahren. Im MAZ-Gespräch bestätigt er, dass der Eigentümer ein Ire ist. Aber: „Nein, keine Heuschrecke und kein Finanzhai“, so der Architekt. Ob er nach dem gescheiterten Supermarkt-Plan nun selbst baut, sagt Türke: „Das ist völlig offen. Ob er verkauft, selbst baut oder sich einen Partner ins Boot holt  – mal sehn.“

Unabhängig davon: Stimmen die Stadtverordneten dem vom Rathaus vorgeschlagenen Rahmen für das neue Wohnquartier am Rande des Flussviertels zu, ist dieses Areal nur mit einer Gesamtinvestition im zweistelligen Millionen-Bereich zu bebauen. Dabei ist auch egal, ob Wohnungen auf diesem Gelände von einem oder mehreren Bauherren errichtet werden.

Zu denen, die wissen wollten, was da vor ihrer Haustür passiert, gehört Lutz Thieme. Seine Familie wohnt an der Rheinstraße. Er will sich im B-Plan-Verfahren nun mit Stellungnahmen stark machen, dass jedes der möglichen Geschosse drei Meter Höhe nicht übersteigt.

Von Jutta Abromeit

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