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Teltow-Fläming Jäger will Hund einfach abknallen
Lokales Teltow-Fläming Jäger will Hund einfach abknallen
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21:56 13.01.2016
Ein Bedlington-Terrier während einer Rassehundeausstellung in Schönefeld. Quelle: dpa
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Zossen

Ein Jäger hat in Zossen offenbar gedroht, einen nicht angeleinten Hund zu erschießen. So erging es Barbara Kaulen eigenen Angaben zufolge. Die Wünsdorferin hat deswegen bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Auch in der nächsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Recht, Sicherheit und Ordnung will sie den Vorfall zur Sprache bringen.

Ort des Vorfalls war eine Wiese in der Nähe des Pferdehofes „Yellow Rose Ranch“. Dort waren Barbara Kaulen und ihr Bedlington-Terrier mit Genehmigung des Eigentümers Torsten Kniesigk am 30. Dezember um die Mittagszeit spazieren. Plötzlich sei ihr ein Kombi entgegen gekommen, so die 52-Jährige. „Der Fahrer hat mich aufgefordert, meinen Hund anzuleinen und zu verschwinden, weil dort alles jagdliches Gebiet sei und ich hier nichts zu suchen hätte“. Andernfalls würde er ihren Hund „abknallen“. Leicht in Panik geraten, habe sie ihren Hund angeleint und sei mit ihm zurück zum Pferdehof gegangen. Dort habe sie erfahren, dass derartige Vorfälle seit Monaten vermehrt aufträten.

Wenn Jäger ausflippen, muss das gemeldet werden

„Das ganze Theater geht schon seit etwa einem Jahr“, sagt Hofbesitzer Torsten Kniesigk. Bereits im vorigen Oktober habe ein Jäger mit seinem Auto eine Reiterin von hinten umfahren wollen. „Es ist gefährlich, wenn Menschen mit einer so niedrigen Toleranzschwelle bewaffnet herum laufen“, meint Barbara Kaulen. Deshalb lasse sie den Vorfall nicht auf sich beruhen.

„Die untere Jagdbehörde ist verpflichtet, jagdrechtliches Fehlverhalten von Jägern zu ahnden“, so Katja Woeller, Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming. Diesbezüglich werde man auch in diesem Fall mit der Polizei zusammen arbeiten. Jeder Hundehalter sollte verantwortungsbewusst mit der Möglichkeit umgehen, seinen Hund in offener Landschaft frei laufen zu lassen, sagt sie. Das müsse so geschehen, dass die Umwelt, ob Mensch oder Tier, nicht beeinträchtigt oder gefährdet werde. Schließlich sei der Jagd- und Beutetrieb auch bei den meisten Haushunden durchaus noch ausgeprägt. „Jäger, die oft selbst Hundehalter sind, kennen diese Zusammenhänge.“ Sie könnten und sollten Hundebesitzer im Rahmen der Ausübung des Jagdschutzes im Revier darauf hinweisen, so Woeller. Allerdings sei der Vorfall in Zossen weit von einem einfachen Hinweis entfernt.

Gegen Verdächtigen liegen bereits ähnlichen Anzeigen vor

Der Bereich der Wiesen am Ende der Schäferei – dort ereignete sich der Vorfall – sei an zwei Jagdpächter gegeben worden, so Veiko England, Vorsteher der Jagdgenossenschaft Zossen. Im Gespräch mit Barbara Kaulen habe er festgestellt, dass keiner der beiden Jagdpächter als Verursacher der von ihr geschilderten Handlungen in Frage komme.

Aus der Zossener Stadtverwaltung hieß es, man wolle den Ermittlungen der Polizei nicht vorgreifen. Noch dazu, da sich der Vorfall offensichtlich auf Privatgelände ereignet habe.

„Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen älteren Mann aus dem Bereich Teltow-Fläming handeln“, sagte Polizei-Pressesprecherin Daiana Sawatzki. In der Vergangenheit soll es gegen diesen Mann schon zu einer ähnlich gelagerten Anzeige gekommen sein, die bereits bei der Staatsanwaltschaft Potsdam liegt. Zu der aktuellen Anzeige sei der Mann noch nicht angehört worden. „Die Ermittlungen dauern also an.“

Von Frank Pechhold

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