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Teltow-Fläming Erzieherin in den Ruhestand verabschiedet
Lokales Teltow-Fläming Erzieherin in den Ruhestand verabschiedet
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01:16 03.03.2019
Erzieherin Sylvia Schumann (M. sitzend) aus der Awo-Kita „Wirbelwind“ wurde in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: Elinor Wenke
Jänickendorf

Vor Rührung konnte Sylvia Schumann kaum einen klaren Gedanken fassen. Die 63-jährige Erzieherin hatte am Donnerstag in der Jänickendorfer Awo-Kita „Wirbelwind“ ihren letzten Arbeitstag. Kollegen und Kinder bereiteten ihr einen herzerweichenden Abschied.

Nach dem gemeinsamen Lied „Wie schön, dass du geboren bist“ trug von den größeren Kindern jedes einen kleinen Reim vor. Als die Kinder dann Blumen überreichten und ihre Erzieherin zum Abschied drückten, flossen auch bei den Mädchen und Jungen die Tränen; einige ließen sich nur schwer beruhigen. „Eure Erzieherin geht zwar, aber sie kommt uns oft besuchen“, ermunterte Kita-Leiterin Ute Antonius ihre Schützlinge.

Zum Schwimmen in die Therme

Und tatsächlich wird Sylvia Schumann die Kita weiter unterstützen. „Sie fährt nach wie vor mit unseren Kindern zum Schwimmen in die Fläming-Therme“, sagt Ute Antonius.

Den Kindern das sichere Baden zu vermitteln, gehört seit Jahren zu Sylvia Schumanns Anliegen. „Als neunjähriges Kind bin ich fast ertrunken und musste gerettet werden“, berichtete sie. Seit diesem prägenden Erlebnis stand für sie fest: „Ich muss schwimmen lernen und für alle anderen Kinder ist es genauso wichtig.“ Die Seniorin steigt selbst mit den Kindern ins Becken. „Das schafft Vertrauen und gibt den Kindern Sicherheit“, ist sie überzeugt.

Theater-Talent

Außerdem wird Sylvia Schumann für ihr theatralisches Talent geschätzt. Gemeinsam mit den Eltern hat sie jeden Jahr zum Sommerfest ein Märchenstück für die Kinder einstudiert.

„Sie war nie krank und immer da“, lobte ihre Chefin, „und sie merkt sich Geburtstage und Daten wie kein anderer.“ Auch Monique Laubisch und Christian Nitsche vom Kitaausschuss bedankten sich. „Wir sind froh, dass sie unsere Kinder begleitet hat“, sagte Monique Laubisch.

Kein Traumberuf

Der Erzieher-Job war für Sylvia Schumann zunächst nicht der Traumberuf. Sie hatte Krankenschwester gelernt und Medizinpädagogik studiert. „Doch in Luckenwalde war damals keine Stelle für mich frei“, berichtet sie.

Dann sattelte sie zur Kindergärtnerin und staatlich anerkannten Erzieherin um. „Ich habe es nie bereut“, sagt die frisch gebackene Rentnerin und übte diesen Beruf 35 Jahre lang aus, zunächst in Woltersdorf, seit 2003 in Jänickendorf.

An die frische Luft

„Jeden Tag mit den Kindern an die frische Luft – das hält gesund und fit“, sagt die Woltersdorferin. Besonders schöne Erinnerungen hat sie auch an das traditionelle Zempern.

In ihrer neu gewonnen Freizeit will sie sich mit ihrem Mann um Haus und Garten kümmern, ein bisschen reisen und auch ohne Kinder natürlich schwimmen gehen.

Von Elinor Wenke

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