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Teltow-Fläming Jahrzehntelange Recherche zur Chronik gebündelt
Lokales Teltow-Fläming Jahrzehntelange Recherche zur Chronik gebündelt
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22:35 17.10.2016
Günter Kuhl und seine Frau Erika bewahren seit Langem die Geschichte von Lichterfelde und arbeiten gemeinsam an einer Chronik. Quelle: Peter Degener
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Lichterfelde

Das Dorf Lichterfelde ist als Sitz der Gemeindeverwaltung von Niederer Fläming zwar vielen bekannt, doch die Geschichte des vermutlich über 800 Jahre alten Ortes kennen nur wenige. Das Interesse daran ist aber vorhanden und sogar größer, als Günter Kuhl erwartet hätte. Der 80-Jährige hat eine Chronik von Lichterfelde verfasst. Ursprünglich umfasste eine erste Auflage nur sechs Exemplare für sich und eine Hand voll Einwohner.

„Jetzt habe ich schon 20 Anmeldungen und will sie neu drucken und binden lassen“, sagt Kuhl. Außerdem erfährt der Mann, der fast sein ganzes Leben in Lichterfelde verbracht hat, immer wieder Neues über seine Heimat. „Das muss ich doch einarbeiten“, sagt er dazu. 268 Seiten stark ist „Die Chronik des Flämingsdorfes Lichterfelde“ derzeit. Von der Besiedlung durch Flamen bis ins 21. Jahrhundert reicht das vielbebilderte Werk. Ein Schwerpunkt liegt auf der Landwirtschaft, denn Kuhl war selbst Landwirt und bildete Landwirte in Lichterfelde aus.

„Ich wurde in Niebendorf geboren, aber lebe seit 1944 im selben Haus in Lichterfelde“, sagt Kuhl. Als Achtjähriger kam er in das Dorf. „Es war damals eine Schulchronik vorhanden, aber die ist am Ende des Krieges 1945 verloren gegangen“, sagt Kuhl. Seit Jahrzehnten sammeln er und seine Frau Erika alles, was sie für erinnerungswürdig halten, „um für die Nachwelt aufzuschreiben, wie es hier war“.

Sie konnten auf intensive Vorarbeiten zurückgreifen, die Günter Koppehele und Walli Köppe geleistet haben. „Koppehele ging in die Archive und Köppe schaute in die Kirchenbücher“, sagt Kuhl. Eigentlich richtet sich seine Chronik an die Einwohner und aus Lichterfelde fortgezogene. „Ein Teil des Buchs ist nach Hausnummern sortiert. Dort wird jeder einzelne Hof vorgestellt und alle bekannten Besitzer – meist vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart – werden benannt“, erklärt Kuhl. Von der Kirche, den Taubenhäusern und dem Dorfteich ist ebenso die Rede wie von einem Lager des Reichsarbeitsdienst und den Kriegsfolgen.

Doch die Arbeit endet nie; immer wieder kommt bislang Unbekanntes hinzu. Zuletzt gab es einen Dachbodenfund im Ort: Der Lichterfelder Lothar Dümichen wollte sein Dach ausbessern und fand einiges Schriftgut und ein ganz besonderes Stück aus dem Besitz seines Ur-Opas: „Zieh ein Du brave Sängerschar, bring Deine schönsten Lieder dar“, steht auf einer Fahne geschrieben. Ein kleiner Stempel weist sie als Eigentum des Lichterfelder Männergesangsvereins „Germania“ aus, der Ende des 19. Jahrhunderts entstanden war.

Die Lücken in der Chronik werden kleiner. Der Name eines Pfarrers fehlt an einer Stelle, auch über einen Kriegerverein um das Jahr 1900 müsste Kuhl noch Nachforschungen anstellen. Trotz aller Mühen und einer gut lesbaren Zusammenfassung der Arbeiten von ihm und den anderen ärgert er sich: „Wir haben versäumt, die Alten im Dorf zu befragen und so bleibt vieles offen. Jetzt fragen uns die eigenen Kinder.“ In Kuhls Chronik finden sie sehr viele Antworten.

Info: Kontakt über Günter Kuhl unter Tel. 03 37 46/ 7 28 65.

Von Peter Degener

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