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Teltow-Fläming Jazz in umstrittener Remise von Kloster Zinna
Lokales Teltow-Fläming Jazz in umstrittener Remise von Kloster Zinna
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19:05 23.05.2016
Das Konzert in der Remise am Sonntag. Quelle: Victoria Barnack
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Kloster Zinna

Hohe Räume haben eine ganz eigene Akustik. Die fünf Musikerinnen und Musiker von „Staff“ schreckte das am Sonntag nicht ab. Die neue Remise, ein knapp vier Jahre alter Nebenbau der Grafschaft in Kloster Zinna, bot mit seinen hohen Glastüren und dem offenen Innenraum einen ausgezeichneten Ort zum Üben und Vorführen des Saxofonspiels. „Die Gruppe hätte hier sowieso geprobt“, erklärte Andreas Bruns den erst kurz vorher angekündigten Auftritt.

Der Eigentümer der Anlage bangt aufgrund eines Rechtsstreites zwischen zwei Nachbarn der Grafschaft und dem Landkreis wegen der Baugenehmigung für den Neubau um die Zukunft seines Hauses. Ursprung für die Klage sind das moderne Erscheinungsbild der Remise, die sich laut den Klägern nicht in die denkmalgeschützte Umgebung einfügt, als auch Lärmstörungen durch Veranstaltungen. „Die Rechtslage ist zwar eindeutig, einen Abriss des Nebenbaus halte ich allerdings nicht für verhältnismäßig“, erklärte Bruns am Sonntag. Es gehe wohl vor allem um finanzielle Entschädigungen.

Die Remise wird für private Feiern und als Probe- und Auftrittsmöglichkeit für Musiker genutzt. „Es waren beispielsweise schon Chöre hier, denen die Grafschaft kostenfrei für Proben zur Verfügung stand“, sagte Bruns. Das Konzert von „Staff“ war durchaus exemplarisch für die musikalischen Aktivitäten auf der Anlage.

„Diese Musik ist doch kein Lärm“, fand beispielsweise Ursula Wessner, die ebenfalls in Kloster Zinna wohnt und begeistert war. Sie und ihr Mann sehen den Rechtsstreit Klage kritisch. Die klagende Berlinerin sei im Ort kaum bekannt und dort auch nicht sozial engagiert.

Aufmerksamkeit zog das Konzert am Sonntag in jedem Fall auf sich. Jazz-Songs und Evergreens lockten 50 Besucher in die Remise.

Von Victoria Barnack

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