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Jede Menge Tabus

Niedergörsdorf hat Flächennutzungsplan im Entwurf fertig Jede Menge Tabus

Die Gemeindevertretung Niedergörsdorf hat den Weg für einen neuen Flächennutzungsplan frei gemacht. Sie stimmte am Mittwochabend zu, den Änderungsentwurf öffentlich auszulegen und Behörden-Stellungnahmen einzuholen.

NIEDERGÖRSDORF. .

Wo darf man wohnen? Wo sind Firmen erlaubt? Wo können Äcker bewirtschaftet werden? Derartiges legt der Plan für das gesamte Gemeindegebiet fest, der seit 2004 unverändert ist. Nun sind Einzelbeschlüsse und gesetzliche Veränderungen der vergangenen Jahre eingearbeitet worden. Beispiele sind der Solarpark in Altes Lager, Blönsdorf, Gewerbeflächen in Langenlipsdorf, Biogasanlagen in Gölsdorf und Rohrbeck oder die Renaturierung der Recyclinganlage Dennewitz. Von den 22 Ortsteilen sind 13 von Änderungen betroffen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Windkraft. „So wenig wie möglich“, formulierte Wolfgang Loof (Mehr Initiative) ein Wunschziel, schränkte aber ein: „Der Plan muss auch so gerichtsfest wie möglich sein.“ Denn jede Einschränkung sogenannter Windeignungsflächen zieht tendenziell eine Klage der Windparkbetreiber nach sich. Vor allem mit der Firma UKA hat sich die Gemeinde schon Rechtsstreitigkeiten geliefert – meistens zu ihrem Nachteil.

Indem Tabuzonen festgelegt wurden, blieb eine Fläche von 347 Hektar für Windkraft übrig. Wie Bauamtsleiterin Claudia Neumann erläuterte, zählen naturgeschützte Gebiete, bestimmte Wälder sowie Abstände zu Siedlungen zu den Tabus. Nur an der Nordwestgrenze im Bereich des bestehenden Windparks Danna entsteht ein Windeignungsgebiet. Von den Windrädern, die sich bereits zwischen Lindow und Wergzahna drehen, stehen somit 27 außerhalb des neuen Gebietes. Der Bau von sechs weiteren ist strittig. Die Einzelanlagen in Gölsdorf und Kaltenborn fallen weg, sobald sie außer Betrieb gehen.

„Der Flächennutzungsplan spiegelt den Charakter unserer Gemeinde wider“, sagte Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos), „sie ist landwirtschaftlich geprägt und wir wollen auch die entsprechenden Siedlungsstrukturen erhalten.“ Ein Datum für die öffentliche Auslegung wurde noch nicht genannt. (Von Alexander Engels)

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