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„Jeder Einsatz zählt“

Wünsdorfer Feuerwehr „Jeder Einsatz zählt“

Bilanz über ein ereignis- und einsatzreiches Jahr zogen die Feuerwehrleute der Wehren Wünsdorf und Neuhof auf ihrer Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus. Mit 112 Kameraden ist Wünsdorf die mitgliederstärkste Wehr im Landkreis Teltow-Fläming. Im Ortsteil Neuhof hingegen kämpft die von Axel Späthe geleitete, 13-köpfige Löschtruppe ums Überleben.

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Befördert beziehungsweise zu Gruppen- und Zugführern berufen wurden diese Feuerwehrleute im Bürgerhaus Wünsdorf.

Wünsdorf. Kreisweit hat keine Feuerwehr so viele Kameraden wie der Löschzug in Wünsdorf. Währenddessen kämpft die Löschgruppe im Ortsteil Neuhof ums Überleben. Das wurde Freitag auf der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus deutlich. „Jeder Einsatz zählt“, machte der stellvertretende Zossener Stadtwehrführer Ralf Rupprecht der von Axel Späthe geleiteten Neuhofer Wehr Mut. „Und da braucht ihr euer Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, Axel“, sagte er.

„Aktuell sind wir 13 Kameraden, aber eigentlich müssten wir mindestens 18 sein“, erläutert Späthe. Am Freitag hatte er kurz Bilanz gezogen. „Andere mögen darüber schmunzeln. Aber für die Neuhofer Löschgruppe war 2015 ein aufregendes Jahr. Immerhin sind wir 19 Einsätze gefahren, bei denen alle zeigen konnten, was sie drauf haben.“ Darauf könnten die Neuhofer stolz sein, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Diese Wehr sei „klein aber oho“ und habe viel Schwung ins Dorf gebracht.

„Wünsdorf ist eine schlagkräftige Truppe. Die Grundlagen dafür wurden mit einer sehr guten Nachwuchsarbeit gelegt“, so Schreiber. Aktuell zählt die Wünsdorfer Wehr 112 Kameraden, davon 37 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 16 Jahren in der von Mandy Heidemann betreuten Jugendfeuerwehr und der von Amalia Rasper angeleiteten Zwergenwehr. „Wir hatten zwar elf Abgänge, weil Kameraden weggezogen sind“, sagte Ortswehrführer Silvio von Lützow. „Dafür konnten wir aber elf neue Kameraden in unsere Reihen aufnehmen.“

Insgesamt wurde die Wehr zu 256 Einsätzen gerufen. „Das waren 83 mehr als 2014“, so von Lützow.

Ein Höhepunkt war das Fest der Vereine am ersten Maifeiertag, auf dem der Wehr das rund 400 000 Euro teure, besonders für die Bekämpfung von Waldbränden geeignete Tanklöschfahrzeug übergeben wurde. Bei der Vorbereitung und Ausrichtung der 90-Jahr-Feier, die am 22. August rund um die Wache stattfand, zeigten alle Kameraden, was für eine gute Truppe sie sind. „2016 wird für die Wünsdorfer Feuerwehrleute nicht nur ein normales Einsatzjahr“, sagte Bürgermeisterin Schreiber mit Blick auf die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge, die bald in Betrieb geht. „Da gibt es schon einen konkreten Termin, an dem sich alle Führungskräfte die Einrichtung anschauen können“, so Schreiber. Auch für die Einsatzkräfte sei eine Begehung geplant, bei der sie sich mit den Gegebenheiten vertraut machen könnten.

Kopfzerbrechen bereitet Ortswehrführer von Lützow die Ausbildung von Führungskräften in der Landesfeuerwehrschule Eisenhüttenstadt. Auch dort sind aktuell viele Flüchtlinge untergebracht. „Deshalb wurden schon im vorigen Jahr einige Lehrgänge abgesagt.“ Bei der Vergabe von Lehrgängen für Gruppenführer und Zugführer für 2016 wurde Wünsdorf nicht berücksichtigt. Mittlerweile mangele es insbesondere an Zugführern, so von Lützow. „Ich kann nur hoffen, dass wir nicht gerade deshalb an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit stoßen.“

Von Frank Pechhold

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