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Teltow-Fläming Joachim Busl plötzlich verstorben
Lokales Teltow-Fläming Joachim Busl plötzlich verstorben
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14:21 06.04.2016
Der verstorbene Pfarrer Joachim Busl Quelle: Von Fournier
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Blankenfelde

Als Blankenfeldes katholischer Pfarrer, Monsignore Joachim Busl, nach 39 Jahren Tätigkeit in seiner Gemeinde Ende Oktober 2015 mit 75 Jahren in den Ruhestand trat und in das alte Pfarrhaus nach Trebbin zog, erhoffte er für sich Gesundheit und Zeit, um die Bücher zu lesen, zu denen er bislang nicht gekommen war.

Dafür sind ihm nicht mehr als fünf Monate geblieben: Am 30. März verstarb Joachim Busl plötzlich und unerwartet an seinem Urlaubsort in der Gemeinde Aurach in Mittelfranken. Mit ihm verlieren nicht nur seine ehemalige Kirchengemeinde und das Erzbistum Berlin einen engagierten Christen, einen Hirten, der sich zu DDR-Zeiten und danach gradlinig zu seinem Glauben bekannt und ihn vorgelebt hat. Im Ort ist man sprachlos und voller Trauer. Auch Einwohner, die nicht der Kirchengemeinde angehören, bringen das gegenüber der Kirchengemeinde zum Ausdruck.

Sekretär und Zeremoniar bei Kardinal Alfred Bengsch

Joachim Busl hatte sich bereits als junger Mann für Gott entschieden. Der 1940 in Zwickau Geborene wurde nach seiner Ausbildung und Priesterweihe Kaplan in Berlin-Köpenick, Domvikar und Ende der 1960er Jahre Sekretär und Zeremoniar des Kardinals Alfred Bengsch, eine Aufgabe, die für ihn sehr prägend und wichtig war. Dazu wirkte er als Notar im Bistum. Mitte der 1970er Jahre wünschte er sich, aus der Verwaltung in den Gemeindealltag zu wechseln.

1976 trat er die Pfarrstelle in Blankenfelde an. Neben den normalen Aufgaben bei Gottesdiensten und Stundengebet, bei Taufen und Eheschließungen, wurde Joachim Busl außerordentlicher Dozent am Priesterseminar Neuzelle und am Pastoralseminar St. Petrus. Er saß mit am Runden Tisch seiner Gemeinde zur Wendezeit und arbeitete in verschiedenen Kommissionen, um die Liturgie – den Ablauf religiöser Riten bei Gottesdiensten – auch auf internationaler Ebene zu entwickeln. Unter anderem diese wichtige Arbeit begründete sicherlich die Entscheidung des Heiligen Stuhls mit, dem Pfarrer im Juni 2011 den Titel „Ehrenkaplan seiner Heiligkeit“ und damit das „Monsignore“ zu verleihen. „Über diese Auszeichnung hat er sich wirklich gefreut“, erinnert sich eine Mitarbeiterin. Und auch, dass der Mann, der junge Leute ausbildete und auf internationalem Parkett tätig war, am liebsten „ein ganz normaler Pfarrer“ und in Blankenfelde verortet war. In dieser Arbeit, seiner Lebensaufgabe, ging er auf, und so werden ihn die Blankenfelder als freundlichen, sachlichen und offenen Menschen in Erinnerung behalten.

Info: Am Freitag, ab 10.30 Uhr gibt es zu Ehren von Joachim Busl ein Requiem in der St. Nikolaus-Kirche in Blankenfelde. Anschließend wird er gegen 12.30 Uhr auf dem evangelischen Waldfriedhof Blankenfelde beerdigt.

Von Andrea von Fournier

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