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Teltow-Fläming Jobcenter TF betreut 165 Asylsuchende
Lokales Teltow-Fläming Jobcenter TF betreut 165 Asylsuchende
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14:45 15.04.2016
Annett Scharf leitet das Jobcenter Teltow-Fläming. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Insgesamt 8500 Kunden betreut das Jobcenter Teltow-Fläming aktuell. Darunter sind 165 Flüchtlinge, die als „erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit dem Status Asyl“ gelten – so heißt es im besten Verwaltungsdeutsch. Diese Zahlen nannte die neue Geschäftsführerin des Jobcenters innerhalb einer Diskussion über das Integrationskonzept des Landkreises bei der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Dort berichtete Annett Scharf über die aktuellen Zahlen und Maßnahmen für Flüchtlinge und Asylbewerber.

Die meisten sind derzeit in Sprach- und Integrationskursen

Zu den 165 erwerbsfähigen gesellen sich noch 80 nicht-erwerbsfähige Leistungsempfänger. Das sind im Wesentlichen deren Kinder. Von den 165 Erwerbsfähigen werden aktuell nur 19 mit dem Status „arbeitslos“ geführt. „Alle übrigen befinden sich in Sprach- oder Integrationskursen“, sagte Annett Scharf, oder sie befinden sich in Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Ziel, sie in den ersten Arbeitsmarkt zu einzugliedern.

Der Großteil kann keinen Berufsabschluss vorweisen

60 Prozent der beim Jobcenter erfassten arbeitsfähigen Asylbewerber sind jünger als 35 Jahre. Nach derzeitigen Erkenntnissen verfügen nur zwei von ihnen über einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss. Acht verfügten zwar über einen ausländischen, hier aber noch nicht anerkannten Berufsabschluss. 24 hätten in ihren Heimatländern eine Berufsausbildung begonnen, aber nicht beendet. Die größte Gruppe bildeten mit 131 diejenigen, die keinen verwertbaren Abschluss vorweisen können.

Schwerpunkt: Berufsausbildung

Deshalb werde das Jobcenter seinen Schwerpunkt auf die Berufsausbildung des betroffenen Personenkreises legen, kündigte die Geschäftsführerin an. Als Erfolg wertet sie die Tatsache, dass in den ersten beiden Monaten dieses Jahres zwei erwerbsfähige Flüchtlinge in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden konnten.

Für dieses Jahr rechnet Scharf mit etwas mehr als 800 erwerbsfähigen Leistungsempfängern. Zwar gebe es Abwanderungsbewegungen, aber auch Zuzugsbewegungen, sodass man nur von Durchschnittswerten ausgehen könne.

Spezialisierte Ansprechpartner im Jobcenter

Derzeit stellen im Jobcenter etwa zwölf bis 13 Personen pro Woche einen Antrag auf Arbeitslosengeld II. Mit einem höheren Anstieg wird kontinuierlich gerechnet, weil immer mehr Asylsuchende eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen und von daher aus dem Verantwortungsbereich des Sozialamtes in den des Jobcenters wechseln. Dort werden sie nach den Ausführungen von Annett Scharf von speziellen Arbeitsvermittlern betreut. So gebe es an beiden Standorten in Luckenwalde und Zossen Ansprechpartner, die sich ausschließlich mit der Thematik Asyl beschäftigen.

Diese Neu-Kunden auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, bezeichnete Scharf als eine Herausforderung, denn: „In den meisten Fällen liegen kaum oder keine Deutschkenntnisse vor.“ Deshalb seien „zeitintensive Vorschaltmaßnahmen“ erforderlich. Doch gebe es bereits mehrere Kunden, die sehr bald integriert werden könnten. Bis zum Jahresende rechnet man mit einer Integrationsquote von acht Prozent.

Von Hartmut F. Reck

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