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Teltow-Fläming Jobs an 246 Flüchtlinge vermittelt
Lokales Teltow-Fläming Jobs an 246 Flüchtlinge vermittelt
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02:18 11.01.2016
Anja Spiegel leitet das Jobcenter Teltow-Fläming. Quelle: Privat
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Luckenwalde

Die Zahlen sind nicht alle top aktuell, aber es ist immerhin die erste offizielle Statistik, die Jobcenterchefin Anja Spiegel jetzt über die Arbeitsmarktsituation der Flüchtlinge vorlegen konnte. So stieg zwischen Dezember 2013 und Dezember 2015 die Zahl der beim Jobcenter gemeldeten Personen von 161 auf 416. Von denen gelten aber nur 102 als arbeitslos, weil die anderen derzeit Deutschkurse und Qualifizierungen beruflicher Art besuchen. Erfasst werden alle Personen im arbeitsfähigen Alter zwischen 15 und 63 Jahren, also auch die Frauen. „Wir schicken auch die Mütter in Integrationskurse“, sagt Spiegel.

Flüchtlinge aller Bildungsniveaus

Was die Qualifikation betreffe, so stelle man „die gesamte Bandbreite“ fest, so Anja Spiegel. Das reicht von Analphabeten bis zu hoch qualifizierten Hochschulabsolventen. Als Analphabeten gelten auch diejenigen, die nur die arabische Schrift beherrschen, nicht aber die lateinischen Buchstaben kennen. Es gebe auch Zuwanderer, die noch nie eine Schule von innen gesehen hätten, andere hätten nur gelegentliche Schulerfahrung, sagt Anja Spiegel. Doch ganz unabhängig von der Vorbildung: „Alle sind integrationswillig“, betont Anja Spiegel.

Das bestätigt auch Anke Lehmann von der Agentur für Arbeit: „Ich habe noch nie so viele interessierte Gesichter gesehen wie bei unseren Informationsveranstaltungen in den Übergangswohnheimen.“

13 junge Asylbewerber in Ausbildungen

Bis zum Stichtag März 2015 – Spiegel: „Die Zahlen kommen immer ziemlich spät.“ – ist es gelungen, 246 Menschen aus den Asylzugangsländern in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen. Etwas aktueller ist die Zahl derjenigen jugendlichen Asylbewerber, die eine Ausbildung suchen: 13. Zum großen Teil sind es junge Männer.

Nicht ganz so frisch sind die Zahlen aus dem August. Da waren im Jobcenter 328 Flüchtlinge gemeldet aus 49 Bedarfsgemeinschaften, also Familien. „Die sind bei denen etwas größer als bei den Deutschen“, so Spiegel. Im Übrigen sei festzustellen, dass immer mehr Familien kämen und weniger alleinreisende Männer.

Flüchtlingsstrom ökonomisch zur rechten Zeit

Angesichts der starken Konjunktur und des großen Arbeitskräftebedarfs komme der Flüchtlingsstrom ökonomisch zur rechten Zeit, sagt die Jobcenter-Chefin. Zwar bedeute es zunächst eine Belastung, die Menschen für den Arbeitsmarkt fit zu machen, dafür sei es dann eben eine Entlastung für ihn.

Spiegel betont auch, dass der Flüchtlingszustrom zugleich „ein kleines Konjunkturprogramm“ darstellt, weil dadurch mehr Arbeitsstellen für Deutsche entstehen wie beim Wachschutz, bei Reinigungs- und Küchenkräften, aber auch im Baubereich.

Von Hartmut F. Reck

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