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Jubiläen bei der Kleinbahn Jüterbog-Luckenwalde

Eisenbahngeschichte Jubiläen bei der Kleinbahn Jüterbog-Luckenwalde

Vor 115 Jahren wurden die Jüterbog-Luckenwalder-Kreiskleinbahnen gegründet. Nach 30 Jahren war Schluss. Doch vor 70 Jahren wurden die Gleise für die Luckenwalde-Jüterboger-Eisenbahn wieder in Betrieb genommen. An die Jubiläen wird nun erinnert – und man trifft dabei zwei alte Bekannte.

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Historische Ansicht der Kleinbahn in Jänickendorf.

Quelle: Archiv Ringel

Jüterbog. Zwei Jahrestage feiern Freunde der früheren Kleinbahn, die zwischen Luckenwalde, Jüterbog und Dahme verkehrte: Zum einen 115 Jahre Jüterbog-Luckenwalder-Kreiskleinbahnen (JLKB), zum anderen 70 Jahre Luckenwalde-Jüterboger-Eisenbahn (LJE).

Eröffnung am 20. Dezember 1900

Am 20. Dezember 1900 eröffneten die JLKB ein 80 Kilometer langes Schmalspurnetz zwischen dem Baruther Urstromtal und dem Niederem Fläming. Knapp vier Jahrzehnte lang waren dort Züge unterwegs. Doch als der Güterverkehr zunehmend auf die Straße verlagert wurde und der Zweite Weltkrieg begann, wurde der Bahnbetrieb im Februar 1939 wieder eingestellt. Die Gleisanlagen wurden teilweise abgebaut.

Im Dezember 1945 wurde die Strecke als Luckenwalde-Jüterboger Eisenbahn wieder in Betrieb genommen. Ab 1949 wurde sie von der Deutschen Reichsbahn der DDR betrieben. Allerdings währte die neue Epoche auch nur zwei Jahrzehnte. 1965 kam das endgültige Aus für Züge und Gleise.

Dampfwoche bei „Pollo“

An die kleinen Jubiläen wird nun im Zuge der Dampfwoche des Prignitzer Kleinbahnmuseums Lindenberg („Pollo“) vom 30. April bis 8. Mai erinnert. Zu sehen sind zwei Loks, die früher für die JLKB unterwegs waren: die Dampflok 99 4652 und die Köf 6003.

Die 99 4652 wurde 1941 von Henschel zunächst als Heeresfeldbahnlok gebaut und kam nach dem Krieg in den Fläming. Es handelt sich um eine dreiachsige Lok mit zwei Zylindern und einem zweiachsigen Schlepptender. Sie versah den Dienst für die Fläming-Kleinbahn bis 1965, kam dann nach Rügen und gelangte 1968 zum Unternehmer Seidensticker, der sie auf 600 mm umspurte. Ab 1981, wieder auf 750 mm umgerüstet, fuhr sie auf der Jagsttalbahn und der Museumsbahn Warthausen–Ochsenhausen. 1994 wurde sie zur Museumslok.

Diesellok von Deutz

Die Köf 6003 ist eine dreiachsige Diesellok von Deutz aus dem Jahre 1944. Auch sie versah ihren Dienst bis 1965 zwischen Luckenwalde und Dahme und wurde dann nach Rügen umgesetzt.

Passend zum Jubiläum kommt auch eine gute Nachricht aus Dahme: Dort wurde der Kleinbahnhof von einem Luckauer Ehepaar erworben und als Wohnhaus saniert.

Info: Das Programm zur Dampfwoche ist auf www.pollo.de nachzulesen.

Von Reiner Szameit

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