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Jubiläum der Mennoniten im kleinen Kreis

Altes Lager Jubiläum der Mennoniten im kleinen Kreis

Ein für Sonnabend geplanter Tag der offenen Tür zum 20. Jahrestag der Gründung der evangelisch-mennonitischen Gemeinde in Altes Lager wurde abgesagt. Der Pastor will im kleinen Kreis feiern und hat zwei lang geplante öffentliche Veranstaltungen abgesagt.

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Im Gemeindehaus im Birkenweg 7 wird Sonntag um 10 Uhr gepredigt.

Quelle: Josefine Sack

Altes Lager. Schon lange stand fest, dass die Mennonitische Gemeinde in Altes Lager an diesem Wochenende ihr 20.-jähriges Bestehen feiern wird. Doch ein Empfang für geladene Gäste am Freitag und ein Tag der offenen Tür am Sonnabend wurden abgesagt. Nur beim Gottesdienst, der stets am Sonntagmorgen im Gemeindehaus im Birkenweg von Altes Lager stattfindet, soll an die Gründung der Glaubensgemeinschaft im Jahr 1996 erinnert werden. Einige ehemalige Pastoren werden dazu erwartet.

Rückzug von der Feier ist umstritten

Dieser plötzliche Rückzug ist innerhalb der nur 26 Mitglieder starken Gemeinde umstritten. „Ich hatte alles vorbereitet und bereits Gäste eingeladen und bin sehr unglücklich über die Entscheidung ohne Öffentlichkeit zu feiern“, sagt der Prediger Helmut Balke. Rund 40 Gäste aus Politik und Wirtschaft hatte Balke nach Altes Lager gebeten. Die ersten positiven Rückmeldungen lagen bereits vor. Für den Tag der offenen Tür gab es ebenfalls Zusagen von Institutionen, die sich mit Infoständen beteiligen wollten.

Henry Kliewer ist Pastor der Mennoniten in Altes Lager

Henry Kliewer ist Pastor der Mennoniten in Altes Lager.

Quelle: Josefine Sack

Helmut Balke gehört zum Vorstand der Kirche, die als Verein organisiert ist. Kurz vor dem Jubiläum hat der Vorstand sich laut Balke auf einer Sitzung im September, an der er selbst nicht teilnehmen konnte, gegen die geplanten Veranstaltungen ausgesprochen. „Mir wurde mitgeteilt, dass unsere kleine Gemeinde damit überfordert wäre“, sagt Balke, der sichtlich enttäuscht ist. „Das macht den Eindruck, als hätten wir Geheimnisse und entspricht nicht meiner Vorstellung einer offenen, christlichen Kirche“, kritisiert er. Die einst von russischen Spätaussiedlern gegründete Gemeinde dürfe sich nicht zurückziehen und die Klischees bedienen, wonach man eine kirchliche Sekte sei, in der nur russisch gesprochen werde.

Sorge um ältere Gemeindemitglieder

Der Vorstandsvorsitzende und Pastor der Mennoniten, Henry Kliewer, verteidigt die Entscheidung. „Viele Mitglieder unserer Gemeinde sind alt und wir haben nicht die Energie, ein ganzes Wochenende zu feiern. Wir machen das deshalb im kleinen Kreis“, sagt Kliewer. Balke will das Jubiläum trotzdem gerne feiern und eventuell noch in diesem Jahr nachholen.

Von Peter Degener

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