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Teltow-Fläming Judokas unzufrieden über Politik
Lokales Teltow-Fläming Judokas unzufrieden über Politik
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02:15 15.02.2016
Die Judoka möchten die alte Waldsporthalle wieder beleben. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Unbefriedigend für Judokas und Stadtverwaltung endete die jüngste Sitzung des Ludwigsfelder Sozialausschusses diese Woche: Das Gremium gab keine Empfehlung, welche von fünf vorgelegten Varianten für das Sportstättenproblem des Vereins favorisiert und ins Sportstättenkonzept der Stadt eingearbeitet werden sollte. Bekannt ist die Platznot spätestens seit einer Sozialausschusssitzung bei den Judokas im vergangenen Sommer. Doch Ausschussvorsitzender Frank Priefert (SPD) fragte vergeblich nach Meinungen.

Judo-Olympiasigerin Yvonne Bönisch. Quelle: Peter Geisler

Den Sportlern in weißer Wettkampfkleidung ist ihr einziger Trainingsraum in der Stadtsporthalle vorn und hinten zu klein. Es fehlt an Neben- und Umkleideräumen, deshalb sind die Wartelisten für neue Vereinsmitglieder lang. Wegen dieser Bedingungen ist die Vorbereitung auf Wettkämpfe für die Sportler, aus deren Reihen die erste deutsche Olympiasiegerin Yvonne Bönisch kam, alles andere als optimal.

Zur Diskussion stehen jetzt folgende Vorschläge aus der Verwaltung: 1. Die marode leerstehende Waldsporthalle – vor Jahren von Radballern und Boxern verlassen – wird mit Dreiviertel-Förderung und Vereinshilfe wieder aktiviert. 2. Irgendwo in der Stadt werden Räume angemietet. 3. Man baut an die Stadtsporthalle Räume an und mietet sie. 4. Es wird auf die geplante Drei-Feld-Halle im Sportkomplex Waldstadion gewartet, die mit oder ohne (5. Variante) Judohalle gebaut werden kann.

Alles kostet Geld, die Investitionssummen würden zwischen 1,8 und 9,7 Millionen Euro liegen. Das gerade gestartete Förderprogramm des Landes, das die Judokas für ihre Vorzugsvariante Waldsporthalle nutzen wollen, ist mit einem Gesamtvolumen von 3,7 Millionen Euro aufgelegt. Deshalb verließen die drei Vereinsvertreter um Vize-Vorsitzenden Mathias Gaffke den Rathaussaal enttäuscht, nachdem der Ausschuss sich keine Meinung gebildet hatte. „Der Fördertopf ist beschränkt und weckt natürlich auch andere Begehrlichkeiten. Da sollte man keine Zeit verlieren und mit Hochdruck an einer Entscheidung arbeiten“, sagte Torsten Kutzner von der Vereinsarbeitsgruppe „Neue Trainingsstätte“. Er ist sowohl Aktiver als auch Trainer. „Inzwischen müssen sich Jungen und Mädchen oft schon einen Umkleideraum zeitlich teilen“, berichtete er.

Mit der Nicht-Meinung im Ausschuss blieb auch der Wunsch von Ines Heider, der zuständigen Sachgebietsleiterin im Rathaus, unerfüllt. Sie hatte gesagt: „Bitte geben Sie uns ein Signal, in welche Richtung wir arbeiten sollen.“ Ihr Fazit: „Das ist ein bisschen deprimierend.“

Von Jutta Abromeit

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