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Judokas wollen in die Waldhalle

Ludwgisfelder Mattenkämpfer wollen marode Halle wiederbeleben Judokas wollen in die Waldhalle

Die Judokas von Ludwigsfelde, Heimatverein der ersten deutschen Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch, brauchen dringend mehr Platz, der einzige Trainingsraum von zwölf mal elf Metrn ist zu klein. Die Judokas suchen dort ein neues Domizil, wo Radballer und Boxer vor sieben Jahren auszogen: in der maroden, aber traditionsreichen Waldsporthalle.

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Der Sozialausschuss bei den Judokas vor dem einzigen Raum, links Cornelia Hafenmayer.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde . Die Judokas von Ludwigsfelde suchen dort ein neues Domizil, wo Radballer und Boxer vor sieben Jahren auszogen: in der Waldsporthalle. Die Mattenkämpfer kamen auf diesen Gedanken, weil ungewiss ist, wie lange es noch dauert, bis die Stadt ihr seit Jahren schon reifendes Sportentwicklungskonzept umsetzt. Fakt ist: Der Judoverein braucht für seine Aktiven dringend neue Räume: Die 1. Männer-Mannschaft kämpft in der Regionalliga, junge Sportler sollen den Weg in die Leistungszentren Potsdam und Frankfurt/Oder finden und Nachwuchs-Sportler sollen auf Bundesebene weiter mit solchen Erfolgen starten wie Tim Schmidt, der aktuelle deutsche Meister U18.

Für all das ist der zwölf mal elf Meter große Übungsraum in der Stadtsporthalle zu klein. Er reicht vorn und hinten nicht für Trainingswettkämpfe, für Kraft- und Athletik-Einheiten, zum Lagern sportartspezifischer Geräte oder für die Präsentation von bisherigen Erfolgen und Pokalen, um junge Menschen anzuspornen. Denn immerhin begann Yvonne Bönisch, die erste deutsche Judo-Olympiasiegerin, in Ludwigsfelde. Und es fehle Platz für Unterricht, Schulungen und Büro-Arbeit. Außerdem könnte man sich mit mehr Platz das ständige Auf- und Abbauen der 10 000 Euro teuren Matte sparen, die unter dieser Belastung leidet und schneller kaputt ist, als wenn sie liegenbleiben könnte. Das erklärten die Männer der Vereinsspitze jetzt den Mitgliedern des städtischen Sozialausschusses. Dazu tagte das Gremium im Versammlungsraum nebenan.

Die Lösung der Judo-Probleme könnte in einer derzeitigen Bruchbude liegen: Die Sportler um Vereinschef Axel Schulz und seinen Stellvertreter Mathias Gaffke kamen mit einem Konzept, wie der marode, aber traditionsreiche Backsteinbau an der Schweitzer-straße lukratives Judo-Domizil werden könnte. Dazu wären neben Eigenleistungen und viel Enthusiasmus die Unterstützung der Stadt – die Abrisskosten sparen würde – und nach erster Schätzung des Vereins 1,22  Millionen Euro nötig. Mathias Gaffke erklärte: „Je länger wir warten, desto größer wird der Abstand zu anderen Judo-Vereinen. Die haben zum Teil schon hauptamtliche Trainer oder holen die Kinder zweimal in der Woche zum Training von der Kita ab.“ Für Eigenleistungen aus den Vereinsreihen gebe es gute Möglichkeiten. „Wir haben Tischler, Fliesenleger, Elektriker und Anlagenbauer, darüber muss man sich im Detail unterhalten“, so Gaffke. Das abgelegene Areal im Wald ließe sich mit Wegbeleuchtung und Umgestaltung lukrativer machen.

Eine Empfehlung hatte der Sozialausschuss nicht abzugeben. Doch die Stadtverordneten stehen mit diesem Konzept der Judoka demnächst vor einer Grundsatzentscheidung: Lassen sie schnelle Einzellösungen von Vereinen zu, die alle mit ihren Zielen und Möglichkeiten klarkommen müssen, oder beschleunigen sie die Arbeit am Sportkonzept für die gesamte Stadt, damit sie die Gemeinschaft der Sportler hinter sich behalten beziehungsweise bekommen.

Von Jutta Abromeit

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