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Jüterbog: Erste Spur hat sich zerschlagen

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anschlägen Jüterbog: Erste Spur hat sich zerschlagen

Nach dem Anschlag auf einen kirchlichen Jugendklub am Freitag in Jüterbog (Teltow-Fläming) hatte sich am Montag eine erste Spur ergeben. Doch diese hat sich nun wieder zerschlagen. Die Ermittler prüfen weiter, ob es die Tat von Rechtsextremen verübt. Der Klub ist schließlich ein beliebter Treffpunkt für und von Flüchtlingen gewesen.

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Bei dem Anschlag in Jüterbog ist hoher Schaden entstanden.

Quelle: Hartmut F. Reck

Jüterbog, Potsdam. Nach dem Brandanschlag auf einen Jugendtreff in Jüterbog (Teltow-Fläming) hat sich eine konkrete Spur bereits wieder zerschlagen. Das sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Nils Delius, am Montagnachmittag auf Anfrage der MAZ. „Es gab eine konkrete Spur, der wir nachgegangen sind. Aber diese Spur hat sich nicht bestätigt“, so der Behördensprecher. Es habe keine Durchsuchungen gegeben.

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Freitagabend in Jüterbog (Teltow-Fläming): Ein lauter Knall, dann splittern die Fenster, die Decke kommt herunter. In der „Turmstube“ einem Treff der Evangelischen Gemeinde hat es nach Asyl-Demonstrationen einen Anschlag gegeben. Es wurde Pyrotechnik gezündet. Vermutlich steckt hinter der Tat ein rechtsradikales Motiv. Der Staatsschutz ermittelt.

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Die Ermittler prüfen aber offenbar Verbindungen zu rechtsgerichteten Kreisen, weil der Jugendtreff auch als Anlaufstelle für Flüchtlinge genutzt wurde.

Die kirchliche Einrichtung war am Freitagabend nach einer fremdenfeindlichen Demonstration bei einer Explosion schwer zerstört worden. Den Ermittlern zufolge hatten Unbekannte dort Pyrotechnik gezündet.

Bürgermeister nimmt umstrittene Meldung aus dem Netzz

Die Stadt hat inzwischen eine Spendenaktion für den zerstörten Treff ins Leben gerufen. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue hat sich am Montag erschüttert über den Anschlag gezeigt.

In einer Mitteilung bezog er auch Stellung zu einer umstrittenen Pressemitteilung, die er kürzlich auf die Homepage der Stadt gestellt hatte. Darin warnte er vor dem Kontakt mit Flüchtlingen und begründete dies mit ansteckenden Krankheiten. Die Mitteilung hatte für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. „Panikmache war zu keiner Zeit meine Absicht. Ich habe Sie inzwischen vom Netz genommen“, sagt Raue zu der umstrittenen Nachricht.

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Von MAZonline

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