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Teltow-Fläming Jüterbog bekommt ein Baumkataster
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog bekommt ein Baumkataster
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17:40 27.03.2016
Frank Bretschneider ist gemeinsam mit seiner Kollegen Doreen Haseloff für das Baumkataster verantwortlich. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Grüne nummerierte Schilder sind seit Januar an immer mehr Bäumen im Jüterboger Stadtgebiet zu sehen. Rund 6000 Bäume stehen an öffentlichen Wegen und Plätzen sowie auf städtischen Grundstücken. Eine genaue Zahl kennt bislang niemand. Doch dies wird sich ändern, denn derzeit erstellt die Stadt ein umfassendes Baumkataster. Hauptzweck dieser Übersicht ist die Planung von Pflegemaßnahmen, um die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen. Zudem wird im Sinne des doppischen Haushalts erstmals der „Baumwert“ der Stadt ermittelt.

Doreen Haseloff.

Beim Bauhof wurde mit der Landschaftsgärtnerin Doreen Haseloff eigens eine Mitarbeiterin eingestellt und zur zertifizierten Baumkontrolleurin weitergebildet. „Der Zustand der Jüterboger Bäume ist eher mittelmäßig. Jahrzehntelang wurde nicht richtig gepflegt“, sagt sie über ihr Aufgabengebiet. Laut Bauhofleiter Heiko Ratsch fehlten für Maßnahmen, die über unmittelbare Gefahrenabwehr hinausgingen, bislang die Ressourcen. Was Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume angeht, habe man durchaus Glück gehabt. „Aber diese Gefahr wird sich in Zukunft verringern“, so Ratsch. Das Kataster wird die Basis für den künftigen Pflegeplan von Haseloff.

Weißdorn in der Mozartstraße hat die Nummer 0001

Die Ersterfassung aller Bäume auf den besiedelten Flächen der Stadt liegt allerdings in den Händen des Gehölzsachverständigen Frank Bretschneider aus Eichwalde. Im Januar hat er mit seiner Arbeit in der Mozartstraße auf Höhe der Wasche begonnen. Dort steht ein Weißdorn mit der Nummer 0001. Mittlerweile ist Bretschneider bei Baum 3768 angelangt, einer Robinie im Stegeweg. In der Kernstadt ist er fast fertig, ab Mitte April will er mit mehreren Mitarbeitern in den Ortsteilen die Erfassung und Erstkontrolle fortführen.

Hintergrund

Als Baum im Sinne der Baumkontrollrichtlinie gelten Gehölze, deren Stammumfang in 1,30 Metern Höhe mindestens 19 Zentimeter beträgt.

Zusätzlich werden auch Nachpflanzungen für gefällte Bäume in das Kataster aufgenommen.

Der Bestand an Bäumen auf öffentlichen Wegen und Plätzen in städtischer Hand wird in Jüterbog auf rund 6000 Exemplare geschätzt. In Luckenwalde zählt das Kataster rund 3500 Bäume.

Bei Bäumen auf privaten Flächen sind die jeweiligen Eigentümer für Pflege und Verkehrssicherung verantwortlich. Die Zahl ist nicht erfasst.

Die vier häufigsten Baumarten in Jüterbog sind Linden, Eichen, Birken und Eschen. Zu den höchsten Bäumen gehören Pappeln, die an vielen Stellen bis zu 30 Meter hoch werden.

Dabei dokumentiert Bretschneider Art, Alter und Höhe der Bäume, den Umfang des Stamms und der Krone sowie ihren genauen Standort. Vor allem sucht er nach Schäden oder stellt Krankheiten fest. Bei gesunden Bäumen dauert die Inspektion nur drei Minuten, bei komplizierten Fällen von Höhlungen, Rissen und Pilzbefall bis zu eine Viertelstunde pro Baum. Seine wichtigsten Hilfsmittel sind ein Fernglas, ein Hammer und eine lange Nadel sowie über 30 Jahre Erfahrung. Damit erkennt er auch am Geräusch beim Stochern im fauligen Holz, um welchen Pilz es sich handelt.

Jüterbog hat viele alte Bäume

„Es gibt in Jüterbog viele alte Bäume, das ist auffallend, denn in anderen Städten war man schneller mit der Säge zur Hand. Diesen alten Bestand sollte man unbedingt erhalten“, lobt Bretschneider die vielen Gehölze, die weit über 60 Jahre alt sind. „Ansonsten gibt es viel zu tun. Bislang gab es keine Systematik bei den Kontrollen, dadurch kann die Baumpflege er

Im September soll Bretschneider mit der Ersterfassung fertig sein. Die Fortführung des Katasters ist dann Haseloffs Aufgabe. „Bei ihr sind die Jüterboger Bäume in sehr guten Händen“, sagt Frank Bretschneider.

Von Peter Degener

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