Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Jüterbog ist nicht elegant, aber gemütlich

Tourismus-Umfrage Jüterbog ist nicht elegant, aber gemütlich

In einer Befragung durch das Stadtmarketing wird deutlich, welche Stärken die Jüterboger Tourismus-Unternehmen in der Stadt sehen. So soll die Reformation unbedingt über das große Jubiläum im Jahr 2017 hinaus ein Thema bleiben. Zugleich sind bei der Umfrage auch Schwächen bei den Unternehmern selbst zutage getreten.

Voriger Artikel
Viel Skepsis über Schallschutz-Programm
Nächster Artikel
Siegesfest Großbeeren nur mit Schlachtgetümmel

Ein Anziehungspunkt für Touristen in Jüterbog ist das Museum Kloster Zinna.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Beinahe bescheiden haben sich die Leistungsträger der Jüterboger Tourismuswirtschaft selbst bewertet. Mit knapp sechs von zehn Punkten sehen sich Hoteliers und Gastronomen eher im Mittelfeld, was die eigene Leistung angeht. Doch neben dieser Zurückhaltung hat eine Umfrage des Jüterboger Stadtmarketings unter allen Unternehmern, die neben- oder hauptberuflich Kontakt mit Touristen haben, auch viel Klarheit beim Handlungsbedarf gebracht.

46 von 50 Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt – das Meinungsbild darf daher als repräsentativ gelten. Kathrin Burghardt, verantwortlich für das Jüterboger Stadtmarketing und die Befragung, hat jetzt die Ergebnisse im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vorgestellt. Die dringendsten Aufgaben (siehe Infokasten) betreffen dabei nicht nur die Arbeit der Verwaltung, sondern auch der Unternehmer selbst.

Die besten Werbeeigenschaften der Stadt benennen die Leistungsträger mit den Begriffen mittelalterlich, historisch, kulturell, ländlich und gemütlich. Die Top-Themen sind wenig überraschend die Altstadt, die Fläming-Skate, Tetzel und die Reformation, Fahrrad-Tourismus sowie Kirchen und Klöster. Was Jüterbog dagegen nicht ist, beschreiben die folgenden fünf Begriffe: elegant, luxuriös, modern, frech und innovativ. Keiner der Teilnehmer setzte bei der Umfrage bei diesen Eigenschaften einen Haken.

„Für mich ist das Umfrageergebnis eine Richtlinie, was bei der Konzeption künftiger Werbemittel kommuniziert werden soll und was nicht“, sagte Burghardt. So soll die Reformation auch über 2017 hinaus ein Thema bleiben.

Ein dringendes Problem ist die geringe Bettenzahl in Jüterbog. Zwei Drittel der Befragten halten Jüterbog zwar für Übernachtungsgäste geeignet, doch der Bedarf an Betten wird kaum gedeckt. Zurzeit stehen laut Tourismusverband Fläming bis zu 270 Betten zur Verfügung. In der vergleichbar großen Stadt Bad Belzig gebe es dagegen 840 Betten, merkte Burghardt an. „Das heißt, dass wir derzeit auf Tagesgäste setzen müssen und langfristig einen Hotel-Investor ansiedeln sollten“, so Burghardt.

Innerhalb der Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gibt es wiederum große Qualitätsunterschiede. „Bei manchen Anbietern ist die Ausstattung der Zimmer unter dem Standard und einige Angebote sind im Internet nicht zu finden“, bemängelt Burghardt. Darauf führt sie zurück, dass manche Anbieter nur zu 25 Prozent ausgebucht sind, während andere eine Auslastung von 80 Prozent angeben.

Der nächste Analyseschritt soll nun eine Umfrage unter den Gästen selbst sein. Hier bat der Ausschuss um Mitsprache bei den Fragestellungen. In der Wahrnehmung der befragten Unternehmer ist der Durchschnittstourist, der Jüterbog bereits besucht hat, übrigens ein kulturinteressierter Berliner über 55 Jahre, der mit Partner und per Fahrrad unterwegs ist.

Von Peter Degener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg