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Jüterbog Anschippern auf dem Ziegeleiteich
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Anschippern auf dem Ziegeleiteich
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00:22 03.05.2018
Sohn Philipp (l.) und Vater Nico Stamm (r.) sind stolze Mitglieder des Jüterboger Modellsportclubs. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Auf dem Jüterboger Ziegeleiteich wimmelte es am Sonnabendnachmittag nur so von Kuttern und Yachten – natürlich nur in der Mini-Variante. Der Modellsportclub Jüterbog war gekommen, um die diesjährige Freiluftsaison zu eröffnen. Nachdem die Mitglieder im Winter eifrig an ihren Schiffen gebastelt hatten, sagte der Vorsitzende, Frank Dietzel: „Es wird Zeit, dass wieder frisches Wasser an die Boote kommt.“

33 Mitglieder hat der Verein zurzeit – davon 13 Kinder. John Lehmann und sein jüngerer Bruder Pitt sind seit zwei Jahren dabei. Die beiden suchten damals nach einer neuen Beschäftigung und blieben beim Modellsportclub hängen. „Ich mag das Bauen und das Zusammensetzen der Teile im Maßstab von Groß zu Klein“, sagte John.

Der 16-Jährige und sein elfjähriger Bruder haben inzwischen gelernt, wie man das Werkzeug richtig einsetzt. Am Sonnabend gingen sie mit ihrem ersten selbstgebauten Schiff an den Start. „Das sind Hafenschlepper“, sagen die beiden Jungs zu ihren Modellen. Beim ersten Test auf dem Wasser lief es für die Brüder schon ganz gut. Ihre Hafenschlepper können bei Wettkämpfen starten. Bis dahin müssen sie nur noch ein wenig das Fahren üben. Pitt erklärte: „Es ist schon schwierig. Beim Wettkampf muss man zum Schluss auch einparken.“ Zudem müsse man beim Steuern oft umdenken und spiegelverkehrt lenken.

Bojen aus Styropor

Am 29. September endet die Freiluftsaison. Bis dahin gibt es mehrere Wettkämpfe zu bestreiten. Mit Styroporbojen werden dann Tore im Wasser markiert. Das Durchfahren ist aber nicht immer ganz einfach, weiß auch Nico Stamm. Der 37-Jährige Jüterboger feiert im Sommer sein 25. Jubiläum im Verein.

Mit zwölf Jahren trat er in den Modellsportclub ein. „Zwischendurch hatte man dann mal andere Interessen, aber ich bin trotzdem immer Mitglied geblieben“, berichtete der Modellsportler. Ihm gefielen der familiäre Umgang unter den Vereinsmitgliedern und natürlich das Basteln.

„Zu sehen, wie aus einem Stück Holz ein fertiges Schiff wird, ist einfach faszinierend“, so Stamm. Inzwischen teilt er seine Leidenschaft mit seinem Sohn Philipp. Der Zehnjährige ist seit zwei Jahren dabei und testete sein Wasserschutzpolizeiboot. Nico Stamm erzählte, er arbeite derzeit an einem Krabbenkutter sowie einer Drohne.

Verein will eigenes Wasserbecken

Für den Modellsportclub steht in diesem Jahr außerdem noch ein großes Projekt an – die Mitglieder möchten sich auf ihrem Vereinsgelände ein eigenes Wasserbecken bauen. „Zehn mal achtzehn Meter groß“, so Vorstandsmitglied Ralf Wilczek, soll es werden.

Um solche Projekte finanziell umsetzen zu können, sind die Mitglieder freiwillig auf so ziemlich jeder Stadtveranstaltung mit einem Stand präsent. Gestartet wird mit dem Beckenbau nach Himmelfahrt. Vorher gibt es am 10. Mai ab 14 Uhr für Interessierte aber noch die Möglichkeit, den Modellsportclub beim Tag der offenen Tür besser kennenzulernen.

Von Isabelle Richter

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