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08:51 09.05.2017
Nicht einmal 20 Sekunden braucht Jonas Kuhl, um eine ganze Hauswand hinaufzusteigen. Quelle: Isabelle Richter
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Gräfendorf

Erwärmung im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Luckenwalde. Der Gräfendorfer Jonas Kuhl und sein Teamkollege Clemens Krause aus Ahrensdorf joggen, um sich auf den aktuellen Trainingstag vorzubereiten. Die beiden sind seit dem vorigen Jahr Teil der Feuerwehrmannschaft „Team Lausitz“ und nahmen bereits an den Deutschen Meisterschaften der Feuerwehren in Rostock teil.

Mit einer Leiter von Stockwerk zu Stockwerk

Bei diesem Training steht das Hakenleitersteigen an – Kuhls Lieblingsdisziplin. In Rostock holte er mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 17,34 Sekunden die Bronzemedaille in der Nachwuchswertung U20. Mit 30 Metern Anlauf und einer Leiter geht es für Jonas den Übungsturm hinauf.

Dazu muss der 18-Jährige seine Leiter von Stockwerk zu Stockwerk in die Fenster des Hauses einhaken und so im Höchsttempo die Spitze erreichen. „Es macht Spaß, dort oben zu stehen und zu wissen, dass ich es geschafft habe“, berichtet der Feuerwehrsportler über seine Paradedisziplin.

Seine Karriere begann in Gräfendorf

Der Schüler war schon immer ehrgeizig. Bereits vor zehn Jahren begann er seine Karriere als Feuerwehrsportler in der Jugendfeuerwehr seines Heimatorts Gräfendorf, die erst kürzlich ihr 20. Jubiläum feierte. Im Jahr 2014 bestritt er seine ersten Jugendlandesmeisterschaften und wurde auf Anhieb Landesmeister im Hakenleitersteigen.

Diesen Titel konnte er seitdem auch stets verteidigen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Rostock bekam er im letzten Jahr neben seiner Lieblingsdisziplin ebenfalls eine Bronzemedaille für die Nachwuchswertung „Zweikampf“.

Der Sport gerät momentan etwas in den Hintergrund

Doch Jonas Kuhl arbeitet nicht nur für sich allein so hart. Ihm geht es darum, möglichst „viele Podiumsplätze im Team“ zu erreichen. Deshalb wird im Training mit Teamkollegen wie Clemens Krause zusammen trainiert. Gegenseitiges Motivieren gehört im Mannschaftssport dazu.

Derzeit hat Jonas Kuhl allerdings mit einer Doppelbelastung zu kämpfen, denn er befindet sich mitten in den Abiturprüfungen. „Der Sport gerät jetzt zeitweise in den Hintergrund“, sagt der Gräfendorfer.

Während der wichtigen Prüfungen hat er kaum Zeit, sich dem intensiven Wettkampfvorbereitungen zu widmen.Trotzdem versucht er, mindestens einmal pro Woche sein Training zu absolvieren.

Der Feuerwehrsportler hat berufliche Pläne

Staffelwettbewerbe gehören ebenso zu den Disziplinen, die dort geübt werden müssen, wie der Löschangriff. „Da muss man einen Kanister über eine Schlauchleitung schnell mit Wasser füllen“, sagt der Abiturient.

Nach seinem Abitur möchte sich Jonas Kuhl bei der Polizei bewerben. Eine Alternative hat er sich bisher noch nicht überlegt. Seine Voraussetzungen für seinen Berufswunsch sind aufgrund seiner sportlichen Aktivität jedoch nicht schlecht.

Durch den Feuerwehrsport fühlt er sich „körperlich fit und kräftig“, erläutert der Gymnasiast. Auch in seinen schulischen Leistungen machen sich die Trainingsstunden bemerkbar. „Ich kann mich besser konzentrieren“, berichtet Jonas Kuhl.

Trotz Abi: Jonas will Erfolge für sein Team

Ein wenig Spaß gehört bei dem ganzen Stress aber auch dazu, denn nicht umsonst investiert der 18-Jährige einen großen Teil seiner Freizeit in den Sport. Die Wettkämpfe sind wichtig für den Teamgeist. Denn obwohl sein Abitur momentan Priorität hat, möchte Jonas Kuhl seine Leistung halten und das „Team Lausitz“ weiterhin unterstützen.

Von Isabelle Richter

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